Kreis Minden-Luebbecke

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Artenschutz

Schildkröte
Schildkröte
Neben dem Schutz einheimischer Arten, wie zum Beispiel Orchideen, Störche oder Bienen umfasst der Artenschutz auch exotische Tierarten und Pflanzenarten.

Internationaler Artenschutz

Viele Tiere und Pflanzen sind heute vom Aussterben bedroht. Um dieser Gefährdung wirksam zu begegnen, wurden die betroffenen Arten durch internationale und nationale Gesetze und Bestimmungen, unter Schutz gestellt und deren Besitz und die Vermarktung reglementiert. Ob Ihr Tier zu den gefährdeten Arten gehört, kann in der Online-Datenbank (siehe nebenstehenden Link) überprüft werden. Der Besitz von besonders geschützten Arten ist - bis auf wenige Ausnahmen - schriftlich bei der unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen. Hierfür ist das nebenstehende Meldeformular zu nutzen. Für den legalen Handel mit streng geschützten Tieren und Pflanzen ist eine Vermarktungsgenehmigung erforderlich, die bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt werden kann (siehe rechts "Antrag").
Ausführliche Informationen zum Handel und zur Haltung besonders geschützter Tierarten und Pflanzenarten enthält das nebenstehende Hinweisblatt.

Zum 01.01./04.02.2017 sind einige Änderungen in Kraft getreten. Diverse Arten wurden neu unter Schutz gestellt und einige wurden hochgestuft. Informationen zum (neuen) Schutzstatus der Arten erhalten Sie in der Online-Datenbank „WISIA“ oder bei der unteren Naturschutzbehörde.

Zu den hochgestuften im Anhang A der EU-Verordnung 2017/160 aufgenommenen Arten gehört auch der häufig gehandelte Graupapagei mit den Unterarten Kongo-Graupapagei und Timneh-Graup-apagei. Für den Besitz von gemeldeten Graupapageien ist nichts weiter zu veranlassen. Ein Verkauf oder Kauf ist ab dem 04.02.2017 allerdings nicht mehr mit einer Herkunftsbestätigung oder einer blauen „CITES-Bescheinigung“ zulässig. Für eine Vermarktung ist eine EG-Vermarktungsgenehmigung erforderlich. Diese ist bei der unteren Naturschutzbehörde, bei der das Tier gemeldet ist, zu beantragen.

Heckenschutz

Hecken und Gebüsche haben für zahlreiche Pflanzenarten und Tierarten große Bedeutung als Lebensraum. Zahlreiche Insekten und Vögel finden dort Nahrung, Unterschlupfmöglichkeiten und Brutmöglichkeiten. Aus diesem Grunde ist die es vom 1. März bis 30. September jeden Jahres verboten, bestimmte ökologische Strukturen, die sich besonders gut zum Nisten eignen, zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören. Diesen Schutz genießen insbesondere die Hecken, Gebüsche, Röhrichte und Bäume. Formschnitte und Pflegeschnitte sind jedoch ganzjährig erlaubt.

Bienen-Wespen-Hummeln-Hornissen

Hummeln und Bienen sind in unserer Gesellschaft akzeptiert und geduldet, da sie nützliche und friedfertige Pflanzenbestäuber sind. Hornissen und Wespen hingegen werden unberechtigterweise als gefährlich angesehen. Die Broschüre „Bienen - Wespen - Hummeln - Hornissen“ gibt wertvolle Verhaltenstipps im Umgang mit den Hautflüglern. 

Weißstorchprogramm

Der Kreis Minden-Lübbecke hat als Storchenland eine lange Tradition: Um 1900 gab es hier circa 100 Storchenpaare. Dieser Bestand verschlechterte sich allerdings in der 2. Hälfte des vorherigen Jahrhunderts dramatisch. 1989 gab es nur noch 3 Brutpaare in der Weseraue. Dieser alarmierende Tatbestand führte den Kreis zusammen mit engagierten Naturschützern dazu, das Aktionskomitee "Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ e.V. zu gründen. Mit Hilfe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sowie des Landes NRW und der Europäischen Gemeinschaft konnten bis heute in der Weseraue, den Bastauwiesen und den NSGs „Rauhe Horst“ und „Lever Teich“ 478 ha Land gekauft werden. Ackerland wurde in feuchtes Grünland umgewandelt, Flutmulden und Blänken wurden angelegt, um die Nahrungssituation für die Störche zu verbessern. Inzwischen zeigen sich die Erfolge: Der Kreis Minden-Lübbecke kann mit über 50 Brutpaaren wieder zu Recht als Storchenland zwischen Weser, Bastau und Dümmer bezeichnet werden. Aktuelle Infos finden Sie auf den Web-Seiten des Aktionskommitees.