Kreis Minden-Luebbecke

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Antrag auf Abbruchgenehmigung

Abbruchbaustelle mit Bagger
Abbruchbaustelle mit Bagger
Der Abbruch einer baulichen Anlage ist deren vollständige oder teilweise Beseitigung.

Genehmigung erforderlich: Ja oder nein?

Zur Vereinfachung hat der Gesetzgeber im § 65 Absatz 3 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) festgelegt, dass bauliche Anlagen, für deren Errichtung keine Baugenehmigung erforderlich ist, auch ohne Abbruchgenehmigung wieder beseitigt werden können. Daneben ist für weitere, im Einzelnen aufgeführte Abbruchmaßnahmen keine Abbruchgenehmigung erforderlich. Hierzu zählen beispielsweise Gebäude mit bis zu 300 m³ umbautem Raum (z.B. 5 m x 10 m x 6 m), Mauern, Einfriedungen, Schwimmbecken, Stellplätze und ähnliche untergeordnete bauliche Anlagen oder Gebäude.

Bei allen übrigen Gebäuden oder baulichen Anlagen müssen Sie vorher eine Abbruchgenehmigung einholen.

Zuständigkeit

Eine Abbruchgenehmigung wird auf einem besonderen Formular (Antrag auf Abbruch) bei der (unteren) Bauaufsichtsbehörde beantragt. Wer das für Sie ist, erfahren Sie in der rechten Randspalte unter Kontakt.

Formerfordernis und Bauvorlageberechtigung

Dem Antrag sind alle zur Beurteilung des Abbruchvorhabens notwendigen Unterlagen, die sogenannten Bauvorlagen, beizufügen. Bei der Antragstellung für Abbruchvorhaben ist in schwierigen Fällen die Hinzuziehung eines Entwurfsverfassers bzw. einer Entwurfsverfasserin geboten.

Prüfungsumfang

Im Rahmen einer Abbruchgenehmigung wird insbesondere darauf geachtet, dass durch den Abbruch selbst sowie durch die Situation nach dem Abbruch keine Gefahren oder unzumutbare Beeinträchtigungen entstehen - und zwar sowohl im Hinblick auf die am Abbruch Beteiligten als auch im Hinblick auf die Nachbarschaft und Umgebung. Prüfaspekte sind beispielsweise Verkehrssicherheit, Schutz vor Lärm und Staub oder gefährlichen Baustoffen, Arbeitsschutz aber auch Artenschutz.

Handelt es sich um ein an- bzw. eingebautes Gebäude oder Gebäudeteil, welches abgerissen werden soll, ist - sofern geboten - der Nachweis eines Statikers bzw. einer Statikerin erforderlich, der bzw. die die Unbedenklichkeit der Maßnahme für die angrenzenden Bauteile bescheinigt.

Vor Erteilung der Abbruchgenehmigung ist ein Abbruchunternehmer bzw. eine Abbruchunternehmerin zu benennen, der die notwendige Sachkunde und Erfahrung auf den Gebieten Standsicherheit, Immissionsschutz, Arbeitsschutz und Unfallverhütung für diese oft schwierigen und gefährlichen Arbeiten nachweisen kann.

Wohin mit dem Abbruchmaterial?

Die verschiedenen Abbruchmaterialien müssen gemäß des Gesetzes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (KrW-/ AbfG) voneinander getrennt wiederverwendet oder entsorgt werden. Zu Möglichkeiten der Wiederverwendung gibt es Tipps in der Internet-Baustoffbörse (siehe rechte Randspalte).

Beim Abbruch anfallende, nicht wiederzuverwertende Abfälle sind einer dafür zugelassenen Abfallentsorgungsanlage zuzuführen.
Für den Kreis Minden-Lübbecke ist das Entsorgungszentrum Pohlsche Heide in 32479 Hille, Pohlsche Heide 1 zugelassen, soweit die Abfälle vom Einlagerungskatalog her dort angenommen werden können.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum erforderlichen Abbruchantragsformular sowie den notwendigen Bauvorlagen finden Sie in der rechten Randspalte.