Kreis Minden-Luebbecke

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Abgeschlossenheitsbescheinigung

Wohnhaus
Wohnhaus
Kein echtes baurechtliches Verfahren - aber eng mit dem Thema Bauen verbunden - ist die Abgeschlossenheitsbescheinigung nach dem Wohnungseigentumsgesetz.

Wofür eine Abgeschlossenheitsbescheinigung?

Diese wird erforderlich, um ein Wohngebäude in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Wesentliches Kriterium dafür ist die Abgeschlossenheit jeder Wohnung.

Wofür eine Abgeschlossenheitsbescheinigung?

Gemeinschaftseigentum:
Hier regelt die Wohnungseigentümergemeinschaft die Nutzung. Zum Gemeinschaftseigentum zählen zum Beispiel das gesamte Grundstück, Gebäudeteile, die für den Bestand oder die Sicherheit erforderlich sind, Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen sowie das Verwaltungsvermögen. Soll Gemeinschaftseigentum nachträglich in Sondereigentum umgewandelt werden, bedarf es dazu der Einigung aller Wohnungseigentümer und -Eigentümerinnen.

Miteigentum:
Am Gemeinschaftseigentum steht dem einzelnen Wohnungseigentümer bzw. -Eigentümerin ein Miteigentum nach Bruchteilen zu. Die Größe eines Miteigentumsanteil kann nach frei gewählt werden, orientiert sich in der Regel aber an der Größe der einzelnen Wohnungen (entsprechend der Wohnfläche). Die Miteigentumsanteile werden im Grundbuch eingetragen.

Sondereigentum:
Sondereigentum ist Alleineigentum eines Wohnungseigentümers bzw. einer Wohnungseigentümerin - also das eigentliche Wohnungseigentum. Dazu können Wohnungen oder nicht zu Wohnzwecken dienende und in sich abgeschlossene Räume zählen, soweit sie nicht für den gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer bzw. -Eigentümerin gedacht sind.

Teileigentum:
Teileigentum ist ein Sondereigentum an Räumen eines Gebäudes, die nicht zu Wohnzwecken dienen, beispielsweise Läden, Büro- oder Praxisräume.

Sondernutzungsrechte:
Über Sondernutzungsrechte können Flächen oder Gebäudebestandteile des Gemeinschaftseigentums mit Gebrauchsvorteilen belegt werden. So kann etwa einem Wohnungseigentümer bzw. einer Wohnungseigentümerin das Recht zur alleinigen Nutzung des Gartens eingeräumt werden. Sondernutzungsrechte werden im Grundbuch eingetragen.

Kein Formerfordernis, aber...

Für die Beantragung ist kein spezielles Formular vorgeschrieben. Unter Informationen und Links in der rechten Randspalte finden Sie aber einen von hier erstellten Antrag auf Abgeschlossenheitsbescheinigung, in dem alle notwendigen Angaben abgefragt werden.

Als weitere Unterlagen sind für eine Abgeschlossenheitsbescheinigung insbesondere Lageplan und Bauzeichnungen einzureichen, aus denen die vorgesehene Aufteilung des Grundstücks, der Gebäude und der Nebengebäude sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und der im gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile zweifelsfrei ersichtlich ist.

Geben Sie bitte auch auf jeden Fall an, wie viele Ausfertigungen der Abgeschlossenheitsbescheinigung Sie benötigen!

Prüfungsumfang

Dieser Aufteilungsplan wird von der Bauaufsichtsbehörde genehmigt und ist die wesentliche Grundlage für die Bildung des Wohnungseigentums beim Grundbuchamt. Daneben muss der Grundstückseigentümer bzw. -Eigentümerin eine formgebundene Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt abgeben, dass er bzw. sie das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentum aufteilt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu dem erforderlichen Formular sowie den notwendigen Bauvorlagen finden Sie in der rechten Randspalte.