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Rauchwarnmelder in Wohnungen gemäß § 49 Abs. 7 Landesbauordnung - BauO NRW

Rauchwarnmelder - Batterien drin?
Rauchwarnmelder - Batterien drin?
privat (Dr. Sebastian Veelken, Stadt D)

Seit dem 1. April 2013 gilt in Nordrhein-Westfalen eine Rauchwarnmelderpflicht für alle Wohnungen, unabhängig davon, ob diese selbst genutzt oder vermietet werden.

Nachrüstung verpflichtend bis spätetens bis zum 31.12.2016!


Gesetzestext § 49 Abs. 7 BauO NRW

„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kin­der­zim­mer sowie Flure, über die Rettungswege von Auf­ent­haltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauch­warnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder an­ge­bracht und betrieben werden, dass Brandrauch früh­zeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer bzw. Eigentümerinnen spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauch­warnmelder hat der unmittelbare Besitzer bzw. die unmittelbare Besitzerin sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer bzw. die Eigentümerin hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen.“

Wie steht es um die Aus- und Nachrüstungspflicht?

Künftige Neubauten müssen umgehend mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden, Bestandswohnungen sollten ebenfalls umgehend nachgerüstet werden; für diese Nachrüstung gilt jedoch eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2016. Angesichts des für den einzelnen Nutzers/Nutzerin sehr geringen Aufwandes und des hohen Nutzens im Brandfalle erscheint es aber sehr empfehlenswert, diese Frist nicht auszureizen.

Hinweise zur Anbringung der Rauchwarnmelder

Die Rauchwarnmelder sollten so angebracht werden, dass der Brandrauch sie ungehindert erreichen kann. In der Regel reicht ein Rauchwarnmelder pro Raum. Bei sehr großen (mehr als 60 m²), sehr hohen (über 6 m) oder verwinkelten Räumen und sehr langen Fluren werden weitere Melder erforderlich. Die Melder müssen im Regelfall mittig im Raum an der Decke und mindestens 0,5 m von Wand, Unterzug oder Einrichtungsgegenständen angebracht werden. Es sind auch weitere Anbringungsvarianten möglich, wenn besondere Einbaubedingungen bestehen (z.B. an Dachschrägen, zwischen Unterzügen, besonderer Raumgeometrie oder Decken mit geringer Festigkeit). Die Bedienungsanleitungen der Hersteller und Herstellerinnen enthalten in der Regel detaillierte Montagehinweise.

Nur ein funktionierender Rauchwarnmelder hilft im Brandfall!

Die Funktionsfähigkeit der Rauchwarnmelder muss mindestens einmal jährlich überprüft werden. Dazu ist über die Prüftaste die akustische Warnung probeweise zu aktivieren. Die Raucheindringöffnungen müssen frei sein und bei Verschmutzung nach Herstellerangaben gereinigt werden. Die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder ist von Einrichtungsgegenständen freizuhalten. Die Batterie ist nach Angaben des Herstellers, jedoch spätestens wenn der Rauchwarnmelder eine Batteriestörmeldung aussendet, auszutauschen.

Kontakt:

Bau- und Planungsamt
Kreis Minden-Lübbecke
Portastraße 13
DE - 32423 Minden

Telefon: +49 571 807-25500
Telefax: +49 571 807-35500
E-Mail versenden E-Mail versenden

Weitere Informationen / Links:

Rauchwarnmelder-FAQ