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FAQ (Frequently asked questions) (Regelmäßig auftretende Fragen)

Manche Fragen rund um das Bauen treten regelmäßig auf.

Vielleicht ist Ihre auch schon dabei und Sie bekommen direkt hier die Antwort - hier eine kleine Sammlung dergleichen:

Wer kann einen Bauantrag stellen?

Jede natürliche und juristische Person kann als Antragsteller bzw. Antragstellerin auftreten.

Stellen jedoch mehrere natürliche Personen den Antrag (beispielsweise Eheleute oder Erbengemeinschaften) muss von ihnen eine Person für das Verfahren bevollmächtigt werden; gleiches gilt auch für juristische Personen wie beispielweise Firmen oder Vereine.

Es ist nicht erforderlich, dass der Antragsteller bzw. die Antragstellerin auch Eigentümer bzw. Eigentümerin des Baugrundstücks ist.

Wie lange gilt eine Baugenehmigung?

In Nordrhein-Westfalen erlischt die Baugenehmigung, wenn nicht innerhalb von 3 Jahren mit der Bauausführung begonnen wird - oder die Bauarbeiten länger als 1 Jahr unterbrochen werden.

Die Frist kann jeweils bis zu 1 Jahr - auch rückwirkend bis zum Ablauf des möglichen Verlängerungszeitraumes - verlängert werden. 

Ein Beispiel:

  • Baugenehmigung vom 15.05.2014
  • somit erloschen am 15.05.2017
  • letztmögliches Eingangsdatum für den Antrag auf Verlängerung der Geltungsdauer: 14.05.2018

Was kostet eine Baugenehmigung?

Für die Prüfung und Entscheidung eines Bauantrages wird durch die Bauaufsichtsbehörde eine Verwaltungsgebühr erhoben, deren Höhe maßgeblich durch das notwendige Genehmigungsverfahren sowie die Rohbaukosten bestimmt wird.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Baustoffe oder Bauleistungen besonders günstig erhalten: Bemessungsgrundlage sind landeseinheitliche Rohbauwerte, die jährlich im Ministerialblatt für das Land NRW (MBl.NRW) bekannt gegeben werden!

Für ein „normales“ Einfamilienhaus sollten Sie mit einer Gebühr von mindestens 500 Euro kalkulieren. Hinzu kommen Gebühren für weitere Amtshandlungen, beispielsweise notwendige Bauüberwachungen oder -abnahmen.

Was passiert beim Bau ohne Baugenehmigung?

Sofern Sie ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben ohne die dafür notwendige Baugenehmigung beginnen oder gar realisieren, wird die (untere) Bauaufsichtsbehörde ordnungsrechtlich mit der Stilllegung der Baustelle, einer Nutzungsuntersagung bzw. einer Rückbau- oder Abrissverfügung reagieren.

Sofern Sie nachträglich einen Bauantrag für den „Schwarzbau“ stellen, besteht im Einzelfall möglicherweise eine Chance auf eine nachträgliche Genehmigung (Legalisierung).

Parallel dazu müssen die Verantwortlichen mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Welche Rechte habe ich als Nachbar?

Die (untere) Bauaufsichtsbehörde prüft im Genehmigungsverfahren „von Amts wegen“, dass das Bauvorhaben im Einklang mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften steht, die auch dem Schutz des oder der Nachbarn dienen.

Sie können im Einzelfall auch beantragen, dass Sie als Nachbar bzw. Nachbarin am Verfahren beteiligt werden.

Sofern Sie als Nachbar bzw. Nachbarin mit der Erteilung einer Baugenehmigung nicht einverstanden sein sollten, besteht für Sie die Möglichkeit, dagegen Klage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Dann schreiben Sie eine E-Mail an die zuständige (untere) Bauaufsichtsbehörde.

Geben Sie dabei nicht nur Ihren Namen und Ihre Anschrift an, machen Sie vor allen Dingen Angaben zu dem Grundstück, auf welches sich Ihre Frage bezieht!

Denn Sie erinnern sich: Die unveränderbare Lage des Grundstücks bestimmt im Wesentlichen, welche Bauvorhaben bzw. Nutzungen dort möglich sind.
Entscheidend für die Frage nach dem „Was“ und „Wo“ auf dem Grundstück sind ausschließlich grundstücksbezogene Aspekte; personenbezogene Aspekte spielen grundsätzlich keine Rolle.