Kreis Minden-Luebbecke

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Tuberkulose - die Weiterverbreitung verhindern


Die Tuberkulose ist eine meldepflichtige Erkrankung. Gemäß Infektionsschutzgesetz ermittelt das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke Art, Ursache, Ansteckungsquelle und Ausbreitung der Krankheit. Bei dieser sogenannten Umgebungsuntersuchung werden Personen untersucht, die engen Kontakt zum Erkrankten hatten. Diese Untersuchungen werden nach den Richtlinien des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose durchgeführt.
 
Kinder bis zum 15. Lebensjahr, die im gleichen Haushalt wie die erkrankte Person leben, werden sofort untersucht. Für Kontaktpersonen ab dem 15. Lebensjahr finden die vorgeschriebenen Untersuchungen erst acht Wochen nach dem letzten Kontakt zum Erkrankten statt. Welche Untersuchungen (Tuberkulin-Hauttest, Bluttest oder Röntgenaufnahme der Lunge) gemacht werden hängt von der Art, Dauer und Intensität des Kontaktes ab. Auch Alter, Immunlage und andere Risikofaktoren spielen eine Rolle.
 
Die Diagnostik bei Tuberkulosekontakt verläuft in mehreren Schritten. Im Regelfall wird zunächst ein Bluttest durchgeführt. Ein positives Testergebnis zeigt, dass Sie Kontakt mit Tuberkulosebakterien hatten und Ihr Abwehrsystem Antikörper gebildet hat. Um herauszufinden, ob dieser Kontakt zu einer Erkrankung geführt hat, wird die Lunge durch eine Röntgenaufnahme untersucht. Ist der Röntgenbefund auffällig, ist eine weiterführende Diagnostik erforderlich, die mit dem behandelnden Arzt abgesprochen wird.

Ziel ist, bisher unerkannte Ansteckungsquellen und neu infizierte Personen zu finden, um eine wirksame Behandlung zu ermöglichen und eine Weiterverbreitung zu verhindern.