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Leistungsberechtigte

Die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende umfassen zum Einen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und zum Anderen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu diesen Themen:

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts

Die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts umfassen den maßgeblichen Regelbedarf, eventuelle Mehrbedarfe sowie die angemessenen Kosten der Unterkunft.

Als monatlicher Regelbedarf werden ab dem 01.01.2018 folgende Beträge anerkannt:

  • für alleinstehende Personen 416,00 Euro,
  • für Partner in einer Bedarfsgemeinschaft jeweils 374,00 Euro,
  • für volljährige Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft 332,00 Euro,
  • für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren 316,00 Euro,
  • für Kinder und Jugendliche von 6 bis 13 Jahren 296,00 Euro,
  • für Kinder bis 5 Jahre 240,00 Euro.

In verschiedenen Situationen kann neben dem Regelbedarf auch ein Mehrbedarf geleistet werden. Einen Mehrbedarf erhalten beispielsweise

  • werdende Mütter nach der zwölften Schwangerschaftswoche,
  • Alleinerziehende,
  • behinderte Menschen unter bestimmten Voraussetzungen,
  • Personen, die einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen.

Der Mehrbedarf darf die Höhe des maßgeblichen Regelbedarfs nicht überschreiten.

Wenn Sie Leistungen zum Lebensunterhalt beantragen möchten, wenden Sie sich bitte an den für Ihren Wohnort zuständigen Standort des Amtes proArbeit.

Die Antragsformulare finden Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit: Antragsformulare ALG II

Bedarfe für Unterkunft und Heizung

Im Rahmen der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts werden auch die angemessenen Bedarfe für Unterkunft und Heizung anerkannt (§ 22 Abs. 1 SGB II). Zur Bestimmung der Angemessenheit hat der Kreis Minden-Lübbecke wohnortabhängige Mietrichtwerte festgelegt.

Die aktuellen Mietrichtwerte für den Kreis Minden-Lübbecke entnehmen Sie bitte der gesonderten Übersicht. Die internen Arbeitshinweise zu den Mietrichtwerten sowie zu den Heizrichtwerten stehen Ihnen ebenfalls als Download zur Verfügung.

Diese Mietrichtwerte basieren auf einem grundsicherungsrelevanten Mietspiegel, den die Firma "Analyse & Konzepte" nach wissenschaftlichen Methoden für den Kreis Minden-Lübbecke erstellt hat. Hierfür wurde erstmals im Jahr 2010 der Wohnungsmarkt im gesamten Kreisgebiet ausgewertet. Der Kreistag hat diesen Mietspiegel in seiner Sitzung vom 21.03.2011 als schlüssiges Konzept im Sinne der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts für anwendbar erklärt. Seitdem wurden die Mietrichtwerte mehrfach aktualisiert und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Zuletzt erfolgte im Jahr 2016 eine Fortschreibung der Mietrichtwerte nach dem Mietpreisindex NRW sowie eine Erhebung der Angebotsmieten. Die sich daraus ergebenden aktuellen Mietrichtwerte wurden zum 01.01.2017 in Kraft gesetzt. Die Berechnungsgrundlagen für die Mietrichtwerte können Sie dem Abschlussbericht der Firma «Analyse & Konzepte« entnehmen.

Alle Dokumente finden Sie auch in der rechten Spalte.

Bedarfe für Bildung und Teilhabe

Einen Überblick über die Leistungen des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets können Sie diesem Info-Flyer entnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei dem Sozialamt (Jobcenter) Ihres Wohnortes.

Die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sind gesondert zu beantragen. Die Antragsvordrucke haben wir Ihnen in der rechten Spalte zur Verfügung gestellt.

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit

Sie erhalten zur Integration in Arbeit individuelle Beratung und Unterstützung in dem für Ihren Wohnort zuständigen Standort des Amtes proArbeit.

Als erwerbsfähige Leistungsberechtigte werden Sie durch Ihren persönlichen Ansprechpartner in dem für Sie zuständigen Regionalteam bei einer Aufnahme von Arbeit oder Ausbildung unterstützt. Zur Förderung der Arbeitsaufnahme können unter anderem Praktika angeboten werden. Weiterhin werden Ausbildungsplätze und außerbetriebliche Ausbildungsgelegenheiten vermittelt. In diesen Fällen kann ausbildungsbegleitende Hilfe gewährt werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie zur Unterstützung bei der Eingliederung in Arbeit auch folgende Leistungen erhalten:

  • Schuldnerberatung,
  • psychosoziale Betreuung,
  • Suchtberatung,
  • Betreuung minderjähriger oder behinderter Kinder oder die häusliche Pflege von Angehörigen.

Arbeitgeber können sich an die Regionalteams des Amtes proArbeit Jobcenter wenden, um Kontakt zu geeigneten Bewerbern herzustellen.

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