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Koordination von Behinderten- und Seniorenbelangen

Die demographische Entwicklung bringt immer mehr Menschen einen Gewinn an Lebenszeit und für sehr viele auch ein "Mehr" an gesunden und vitalen Jahren. Gleichzeitig wächst aber auch die Zahl der Menschen, die auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind.

Deshalb hat der Kreis Minden-Lübbecke eine Koordinationsstelle für Behinderten- und Seniorenbelange eingerichtet. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie nähere Informationen zu den Aufgaben und Themenfeldern.

 

Aufgabenfelder

Die Koordinationsstelle gibt einen ersten Überblick über das, was im Kreis Minden-Lübbecke für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen angeboten wird. Sie vermittelt auch wichtige Kontaktadressen. Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören die kommunale Pflegeplanung, die Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderungen auf Ebene des Kreises sowie Koordination und Öffentlichkeitsarbeit. Die Schwerpunkte dieser Arbeit orientieren sich an den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Notwendigkeiten.

Damit der Kreis Minden-Lübbecke den Anforderungen an die Alten- und Behindertenhilfe, die sich stetig verändern, gerecht werden kann, müssen sich die Beteiligten kontinuierlich austauschen. Hierzu leistet die Koordinationsstelle einen wichtigen Beitrag. Sie organisiert mehrere Arbeitsgruppen zu Themen der Alten- und Behindertenhilfe. Dabei ist die fachliche Zusammensetzung dieser Gruppen meistens "multiprofessionell", bedient sich also Spezialistinnen und Spezialisten aus verschiedenen Gebieten.

Eines dieser Gremien ist die "Kommission zur Begleitung des Koordinators für Behinderten- und Seniorenbelange". Weitere Gruppen arbeiten zu den Themen "Pflege" und "Pflegeberatung". Darüber hinaus gibt es zwei Mal im Jahr einen Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit den kommunalen Seniorenbeiräten.

Mit Hilfe dieser Netzwerke können Angebote und Hilfestrukturen für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen weiterentwickelt werden.

 

Demenz

Der Begriff "Demenz" meint ein vielschichtiges Krankheitsbild. Die geistige Leistungsfähigkeit ist beeinträchtigt, und die Persönlichkeit der erkrankten Person verändert sich zunehmend. Davon sind aber nicht nur die erkrankten Menschen selbst - etwa durch eine Alzheimer-Erkrankung - betroffen, sondern auch die Angehörigen, deren Leben sich damit ebenfalls verändert.

Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, ihre Angehörigen, freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenpflege können sich bei Fragen zur Demenz und ihren Folgen bei desen Stellen im Kreis Minden-Lübbecke informieren und beraten lassen:

  • Infotelefon Demenz ("Trägerverbund Demenz", Diakonisches Werk Minden und Paritätischer Verein)
    Tel.: 01804 / 45 33 00 (Mo - Fr von 9 bis 15 Uhr)

  • Netzwerk Demenz (Diakonisches Werk Vlotho in Bad Oeynhausen)
    Tel.: 05731 / 25 23 82

 

    Barrierefreies Bauen

    Die Checkliste "Bauen für Alle - barrierefrei" richtet sich an Fachleute aus Planung, Architektur und Bauhandwerk, aber natürlich auch an alle anderen interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Grundlagen des barrierefreien Bauens informieren möchten. In der Broschüre finden Sie zudem detaillierte Tipps für die Planung.

    Die Broschüre können Sie hier herunterladen: “Bauen für Alle - barrierefrei“

    Sie können sie natürlich auch kostenlos im Kreishaus in Minden sowie in den Gemeinde- und Stadtverwaltungen in gedruckter Form bekommen.

    Herausgegeben wird die Broschüre übrigens vom Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt Minden als Mitglieder des Arbeitskreises der Behindertenkoordinatoren NRW.

    Auf den letzten Seiten der Checkliste finden Sie die entsprechenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der kreisangehörigen Gemeinden und Städte.

     

    Damit Pflege nicht zur Qual wird...

    Viele Menschen möchten im Falle von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit zu Hause versorgt werden. Im Kreis Minden-Lübbecke werden rund 5.000 pflegebedürftige Menschen im Rahmen der häuslichen Pflege versorgt. Dies entspricht etwa 62% aller Pflegebedürftigen im Kreis Minden Lübbecke. Mehrheitlich sind es Frauen, die - teilweise mit Unterstützung ambulanter Pflegedienste - in Privathaushalten pflegen.

    Allerdings wissen pflegende Angehörige häufig zu wenig über die körperlichen und seelischen Veränderungen, Krankheitsverläufe oder Wirkungen von Medikamenten. Darüber hinaus stellen viele Pflegehandlungen eine ungewollte Grenzverletzung dar. Diese und weitere Umstände, unter anderem auch eine Überlastung der pflegenden Person, können zu einer kritischen Pflegesituation führen, in der es im Extremfall auch zu Gewalthandlungen kommen kann.

    Damit derartige Situationen möglichst erst gar nicht entstehen, hat der Kreis Minden-Lübbecke einen Flyer unter dem Titel „Damit Pflege nicht zur Qual wird“ herausgegeben. Dieser soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, bereits vorhandene Hilfen der unterschiedlichen Akteure und Institutionen im Kreisgebiet zu bündeln.

    Erhältlich ist der Flyer bei den Zentren für Pflegeberatung in Minden, Espelkamp und Bad Oeynhausen, den Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen im Kreisgebiet, bei der Polizei, den Sozialämtern und ambulanten Pflegediensten sowie bei der Kreisverwaltung.

    Hier geht es zum direkten Download.