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Klimaschutz und Energie

Die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind nicht mehr weg zu diskutieren. Neben dem EU-Parlament und dem Bundestag hat auch das Land NRW Klimaschutzziele formuliert. Die Kommunen sind ebenfalls gefordert ihren Beitrag zu leisten.

Der Kreis Minden-Lübbecke setzt sich mit vielfältigen Projekten schon seit Jahren für den Klimaschutz und neue Wege in der Energieversorgung ein. Eine Energieberatung ist mit finanzieller Unterstützung des Kreises für Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit der Verbraucherberatung eingerichtet worden und im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT können auch Unternehmen im Kreis ihre Potentiale zur Einsparung von Energie und Rohstoffen ermitteln.

Strategieberatung Klimaschutz im Kreis Minden-Lübbecke

Der Kreis Minden-Lübbecke hat in den Jahren 2016 und 2017 durch eine geförderte Einstiegsberatung (in diesem Fall Strategieberatung genannt) im Sinne der Kommunalrichtlinie seine Energie- und Klimaschutzaktivitäten strategisch neu aufgestellt und intensiviert.

Im Rahmen der BMUB-Klimaschutzinitiative wird Kommunen diese unterstützende Beratungsleistung angeboten. Die Beratungsleistungen sollen den Kreis dabei unterstützen, die Themen Energie und Klimaschutz verstärkt in die kommunale Arbeit zu implementieren und die Klimaschutzaktivitäten im Kreisgebiet zu steigern. Der Abschlussbericht der Strategieberatung steht als Download zur Verfügung.

Das Projekt „Einstiegsberatung Klimaschutz im Kreis Minden-Lübbecke“ begann am 01.09.2016 und lief bis zum 31.08.2017. Es wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages - hier vertreten durch den Projektträger Jülich –

unter dem Förderkennzeichen 03K03377 gefördert.

Die Beratung des Kreises Minden-Lübbecke übernahm das Büro KoRiS – Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung GbR, Bödekerstraße 11, 30161 Hannover.

Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK)

Unter anderem als ein Ergebnis der Strategieberatung wird im Jahr 2018 ein Klimaschutzkonzept für den Kreis Minden-Lübbecke und sieben kreisangehörige Städte und Gemeinden (Espelkamp, Hille, Hüllhorst, Lübbecke, Petershagen, Rahden und Stemwede) erstellt. Im IKSK werden konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz für die nächsten 10 Jahre erarbeitet, aber auch langfristige Perspektiven aufgezeigt und Ziele definiert. Da die Folgen des globalen Klimawandels immer stärker spürbar werden und in Zukunft mit einer weiteren Zunahme in diesem Bereich zu rechnen ist, wird auch die Klimafolgenanpassung Teil des IKSK sein. Durch den interkommunalen Ansatz können die beteiligten Kommunen von den Synergieeffekten dieses Zusammenschlusses profitieren und müssen nicht im Alleingang ein Klimaschutzkonzept erstellen. Um den Prozess der Konzepterstellung zu begleiten und die spätere Maßnahmenumsetzung zu koordinieren, hat der Kreis Minden-Lübbecke ein Klimaschutzmanagement eingerichtet.

Die Erstellung eines IKSK wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages - hier vertreten durch den Projektträger Jülich –

unter dem Förderkennzeichen 03K06738 gefördert.

Die Erstellung des IKSK übernimmt die Firma ARCADIS Germany GmbH, Europaplatz 3, 64293 Darmstadt.

Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept "Acht Partner - ein Konzept"

Die Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept fand am Mittwoch, dem 20. Juni, im Bürgerhaus Espelkamp statt.

„Beim Thema Klimaschutz denken viele Menschen zuerst an globale Absichtserklärungen, internationale Abkommen und langfristig gesetzte Ziele. Aber auch jeder Einzelne sollte seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Landrat Dr. Ralf Niermann in seiner Begrüßungsrede. Klimaschutzmanager des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Frederik Wegener, informierte die Zuhörer im Anschluss über die Hintergründe und Ursachen des Klimawandels und die daraus resultierenden Folgen. Mario Lichy, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, gab in seinem Vortrag „Energieeinsparen leicht gemacht“ Tipps und Beispiele für den Klimaschutz im Alltag. „Bürgerenergie“ war Thema des Vortrags von Lars Ole Daub, EnergieAgentur NRW. Wie Klimaschutz in der Praxis aussieht, schilderte anschließend Wolfram Schlingmann von der Stadt Bad Oeynhausen. In seinem Vortrag „Ein Klimaschutzkonzept in der Praxis“, berichtete er von den Erfahrungen der Stadt Bad Oeynhausen mit der Erstellung und Umsetzung des dortigen Klimaschutzkonzeptes. Zum Abschluss stellte der Partner des Kreises, die ARCADIS Germany GmbH, den aktuellen Bearbeitungsstand des integrierten Klimaschutzkonzeptes vor. Die Gäste hatten hierbei die Möglichkeit, sich mit Anregungen und Ideen einzubringen, Fragen zu stellen und sich weitergehend zu informieren. Die Themen aus den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Mobilität, Vernetzung und Kommunikation, Bildung sowie Klimafolgenanpassung wurden mit neuen Ideen ergänzt. Wie einfach und pragmatisch Klimaschutz und Nachhaltigkeit umgesetzt werden können, zeigte sich auch bei der Tombola: Neben drei Monatstickets für den ÖPNV, fünf Energieberatungen und fünf Biogemüsekisten, wurde als Hauptpreis für eine Woche ein E-Auto für die Hauptgewinnerin bereitgestellt.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.