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05.04.2018

Dreidimensionale Ausbildungsplatzsuche

Kommunale Koordinierungsstelle präsentiert neue Kampagne zur Berufsfelderkundung

Viele Ausbildungsbetriebe im Mühlenkreis stehen vor einer großen Herausforderung: Wie finden wir passende Auszubildende für unseren Betrieb? Auf der anderen Seite stehen die angehenden Auszubildenden, die sich fragen, wie sie den richtigen Ausbildungsberuf finden sollen. Eine Lösung sind die sogenannten „Berufsfelderkundungen“, die Teil des NRW-weiten Projektes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ sind. Schülerinnen und Schüler brauchen möglichst viele Einblicke in Unternehmen – und KAoA braucht entsprechend viele Unternehmen, die diese Einblicke gewähren. Wie aber lassen sich Unternehmen zur Teilnahme an Berufsfelderkundungen (BFE) gewinnen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Auszubildenden der Point Werbeagentur GmbH Minden beim Programm pro+azubi.

Im Auftrag der KAoA-Partner im Mühlenkreis haben die Auszubildenden von pro+azubi innerhalb eines Jahres eine innovative, multimedial-gestützte Ansprache für Unternehmen entwickelt, um die Bereitschaft zu erhöhen, Plätze für Berufsfelderkundungen anzubieten. Herzstück ist ein kurzes Video, das durch die mitgelieferte Virtual Reality-Brille im 3D-Format alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auf der Homepage www.gemeinsam-potenzial-entdecken.de ist das Video im 2D-Format zu sehen. 1250 Exemplare wurden bisher an Geschäftsführungen und Personalleitungen im Mühlenkreis versandt.

Pro+azubi wurde 2003 für das Carl-Severing Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Bielefeld ins Leben gerufen. Bereits während der beruflichen Erstausbildung wird Azubis aus der Werbebranche über Projektarbeit die Möglichkeit geboten, alle Phasen eines Projektauftrages eigenverantwortlich mitzugestalten. Seither erarbeitete pro+azubi jedes Jahr ein Mailing, das an alle Ausbildungsbetriebe der Marketingklassen des Berufskollegs verschickt wird. Maik Scholz-Gutknecht von der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld hatte den Kontakt zwischen pro+azubi und der Kommunalen Koordinierung des Mühlenkreises im Jahr 2017 hergestellt.

Anke Beate Steffen, Leiterin der Kommunalen Koordinierungsstelle, lobte die Auszubildenden für das hervorragende Ergebnis und betonte deren professionelle Herangehensweise während der gesamten Projektphase. Zugleich hob sie die Bedeutung der engmaschigen Abstimmung und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Ausbildungsleiterinnen Iris Latza und Jana Dreesen-Leinung hervor, die diese Auftragsarbeit erst möglich machten.

Für viele Eltern ist KAoA nur ein abstrakter Begriff - KAoA beGREIFEN auf der GoFuture

Das Projekt pro+azubi aus dem Mühlenkreis ist ein Teil des Landesprojekt KAoA, das in Kommunalen Koordinierungsstelle umgesetzt wird. Unter dem Motto „KAoA beGREIFEN – was erlebt mein Kind?“ gab das Team der Kommunalen Koordinierungsstelle Jugendlichen und ihren Eltern auf der Gofuture einen kleinen Einblick in den Ablauf von Potenzialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praxiskursen. Jugendliche konnten ihren Eltern zum Beispiel zeigen, welche Übungen sie in ihrer Potenzialanalyse durchlaufen hatten. So konnten Eltern mit ihren Kindern bei der Übung „Sturmfreie Bude“, wie teamfähig bist du?“ eine WG einrichten oder ein Regenbogen-Licht nach Anleitung bauen. Ziel war es, diese persönliche Erfahrung der Jugendlichen zu einer gemeinsamen Erfahrung von Eltern und Jugendlichen zu machen.

Weiterführende Informationen auf http://www.proazubi.info/ und http://www.minden-luebbecke.de/kommunale_koordinierungsstelle.

Bild GoFuture (v.l.): Anke Beate Steffen (Leiterin der Kommunalen Koordinierungsstelle Kreis Minden-Lübbecke), Iris Latza (Ausbildungsleiterin bei Point Minden), Sebastian Gremm, Jacqueline Enns und Laura Bergmeier (Auszubildende von pro+azubi) und Jana Dreesen-Leinung (Ausbildungsleiterin bei Point Digital)

Foto: Janine Küchhold (Pressestelle des Kreises Minden-Lübbecke)