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Zahl der Influenza-Fälle im Kreisgebiet im Vorjahresvergleich leicht angestiegen

Im Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke wurden zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 12. Februar 2018 65 Influenza-Fälle gemeldet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 51 Fälle.

Bundesweit ist im Vergleich zur Vorwoche in der fünften Kalenderwoche ein deutlicher Anstieg von akuten Atemwegserkrankungen festzustellen. Die Grippewelle hält in Deutschland seit der dritten Kalenderwoche an. Die Zahlen seit Mitte Januar ähnlich wie im Vorjahr.

In der Saison 2017/18 sind die Influenza B Viren bisher mit 74 Prozent die am häufigsten nachgewiesenen Influenzaviren. Die Influenza A-Viren H1 N1 und H3N2 liegen mit 22 Prozent und 4 Prozent deutlich dahinter.

Üblicherweise wird nur bei einem sehr kleinen Teil von Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen Probenmaterial aus den Atemwegen entnommen, an ein Labor geschickt und auf Influenzaviren getestet. Daher spiegeln die Meldezahlen nur den zeitlichen Verlauf einer Grippewelle wider. Daraus kann aber nicht die Gesamtverbreitung des Virus innerhalb der Bevölkerung abgeleitet werden.

Es ist damit zu rechnen, dass noch bis Mitte März/Beginn der Osterferien vermehrt Atemwegserkrankungen auftreten. Dies zeigen die Erfahrungen aus den Beobachtungen der letzten Jahre.

Weitere Informationen sind auf der Homepage http://influenza.rki.de/ zu finden.

„Der wirksamste Schutz gegen eine Influenzaerkrankung besteht in der Beachtung von Husten- und Händehygiene, sowie durch die Impfung.“ empfiehlt Dr. Elke Lustfeld, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreis Minden-Lübbecke. Insgesamt sind die Impfquoten in den empfohlenen Zielgruppen in Deutschland als zu niedrig einzustufen. Dies gilt im besonderen Maße für medizinisches Personal und Schwangere. Die Zielvorgaben der Europäischen Union, die bis 2014/15 eine Impfquote von 75 Prozent bei älteren Personen vorsehen, werden von Deutschland bisher nicht annähernd erreicht.