Seiteninhalt

Korruptionsprävention

„Eine Gunst empfangen bedeutet: ein Stück Freiheit verkaufen.“ 

(Publilius Syrus, 1. Jahrhundert vor Christus)

Diesem Zitat ist zu entnehmen, dass es Korruption nicht erst seit den großen Skandalen der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gibt. Es macht aber auch bestechend einfach deutlich, welche persönlichen Konsequenzen unlauteres Verhalten hat: eine legale, unabhängige und objektive Berufsausübung ist nicht mehr möglich. 

Aber gerade die uneigennützige und auf keinen persönlichen Vorteil bedachte Führung der Dienstgeschäfte ist eine der wesentlichen Grundlagen des öffentlichen Dienstes. Beschäftigte, die in Bezug auf ihr Amt oder ihren Beruf Belohnungen oder Geschenke annehmen, gefährden das Vertrauen der Allgemeinheit und ihrer Behörde in ihre Zuverlässigkeit und setzen das Ansehen des gesamten öffentlichen Dienstes herab. Aus diesem Grunde besteht beim Kreis Minden-Lübbecke eine Dienstanweisung zum Verbot der Annahme von Vorteilen mit verbindlichen Regeln für die Annahme von Belohnungen und Geschenken sowie eine Dienstanweisung für den Umgang mit Sponsoring, Spenden und sonstigen Schenkungen.  

Auch wenn die weit überwiegende Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre Verpflichtung ernst nimmt, ihre Aufgaben uneigennützig und unparteilich zu erfüllen, geben Einzelfälle von Korruption in öffentlichen Verwaltungen Anlass, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Intranet des Kreises Minden-Lübbecke praxisnahe Informationen zur Korruptionsprävention zur Verfügung zu stellen.

Fragen- und Antwortenkatalog

Es soll hier nochmals deutlich hervorgehoben werden, dass diese Bestrebungen zur Vermeidung von Korruption in keiner Weise einen pauschalen Verdacht beinhalten oder ein Misstrauen gegenüber einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck bringen sollen. Im Gegenteil, diese Informationen sollen helfen, alle Beschäftigten zu sensibilisieren und damit zu verhindern, dass jemand unverschuldet Vorwürfen ausgesetzt oder gar aufgrund fehlender Sensibilisierung in Korruptionssachverhalte verstrickt wird. Sie richten sich auch insbesondere an Vorgesetzte, denen sie Richtschnur, Handlungsanleitung und Hilfestellung sein sollen, um behörden- und fachspezifisch die notwendigen Maßnahmen zur Korruptionsprävention, zur Ausübung der Fürsorgepflicht und auch zur Korruptionsbekämpfung treffen zu können.

Die Antworten auf die folgenden Fragestellungen enthalten eine Zusammenstellung von Vorschriften, Begriffserklärungen, Verhaltensregeln, sie sollen über mögliche Gefahren und Folgen aufklären und Maßnahmen und Strategien der Korruptionsprävention aufzeigen. Sie sind in Fragestellungen integriert, um eine bessere Übersichtlichkeit zu bieten und ein jederzeit praktikabel nutzbares Nachschlagewerk anzubieten. Es ist vorgesehen, den Fragen- und Antwortenkatalog fortlaufend zu aktualisieren. Hinweise und Anregungen dazu sind durchaus erwünscht.

Hier geht es zum Fragen- und Antwortenkatalog.

Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen? Die Kolleginnen und Kollegen des Prüfungsamts stehen Ihnen gern zur Verfügung.