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»Alle an einem Strang« - Architektenentwurf für die Smart Recycling Factory

Wie kann ein regionales Innovations- und Kompetenzzentrum am Standort Pohlsche Heide in Hille aussehen, das vorbildlich aufzeigt, dass Recycling ein neues Bewusstsein und Nachdenken erfordert ohne dabei ästhetische Gestaltungsziele zu vernachlässigen?

„Mit dieser Fragestellung haben wir uns in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt. Die gemeinsame Entscheidung für das überzeugendste Konzept ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Projektentwicklung der Smart Recycling Factory“, machten Lutz Freiberg, Bau- und Umweltdezernent des Kreises Minden-Lübbecke und Henning Schreiber, Geschäftsführer der KreisAbfallVerwertungsGesellschaft mbH, bei der Vertrags-unterzeichnung mit den Berliner Architekten deutlich.

„Mit der Weiterentwicklung des Standortes Pohlsche Heide hin zur Smart Recycling Factory bringen wir ein Thema voran, dass für unsere Zukunft und den bewussten Umgang mit Ressourcen von großer Bedeutung ist. Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft wollen wir eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln und einen ressourcenklugen Standort weiterdenken“, betonte Projektleiterin Sarah Golcher.

„Hierzu gehört auch das Thema „ressourcenkluges Bauen“, das wir zukünftig mit den Planungsbüros kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft von architekten mbh und bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh voranbringen wollen“, so Baudezernent Lutz Freiberg. „Das Konzept sieht vor, dass das Gebäude, das alle Bereiche „unter einem Dach“ vereint, auch in Zukunft ohne großen Aufwand wieder demontiert und in die Stoffkreisläufe bestmöglich zurückgeführt werden kann. Außerdem soll der bewusste Gebrauch von Materialien forciert werden, der stellvertretend für eine optimale Recyclingfähigkeit steht und im besten Falle exemplarisch Baustoffe von der Pohlschen Heide oder benachbarten, regionalen Wertstoffbörsen direkt am Gebäude einsetzt.“

Zur Konkretisierung des architektonisch-gestalterischen Gesamtkonzeptes des geplanten Zukunftsstandortes war im vergangenen Jahr ein europaweiter Planungswettbewerb (Wettbewerbsmanagement post-welters + partner mbB) erfolgreich durchgeführt worden. Auch das entsprechende VgV-Verfahren ist nun abgeschlossen. Die räumliche Neuausrichtung des Standortes bringen der Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke und die KreisAbfallVerwertungsGeselllschaft mbh gemeinsam mit den Planungsbüros kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft von architekten mbh und bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh voran. Dr. Wolfgang Wackerl vom Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung begleitet diesen Prozess.

Foto: Kerstin Hoffmann/KAVG

Foto (v.l.): Lutz Freiberg (Bau- und Umweltdezernent Kreis Minden-Lübbecke), Henning Schreiber (Geschäftsführer KAVG), Sarah Golcher (Projektleitung, AML Kreis Minden-Lübbecke), Timm Kleyer (Geschäftsführer kklf), Timo Herrmann (Geschäftsführer bbz landschaftsarchitekten), Dr. Wolfgang Wackerl (Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung), Yannic Schweiß (Projektingenieur KAVG), Prof. Hartmut Welters (Geschäftsführung post-welters + partner)