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Integration durch Bildung

Durch politische Vertreibung, Krieg, Verfolgung, als auch Menschenrechtsverletzungen und wirtschaftliche Not hat in den letzten beiden Jahren (2015 u. 2016) die Anzahl flüchtender Menschen ein neues Höchstmaß erreicht. Nach aktuellen Angaben (Stand: 11.01.2017) des Bundesamts für Migration (BAMF) wurden in 2015 und 2016 insgesamt knapp 1,2 Millionen Asylanträge gestellt, wovon im Jahr 2016 knapp 63% bewilligt wurden.

Der Schule kommt im Integrationsprozess eine besondere Bedeutung zu, da diese verlässliche Beziehungsangebote, feste Strukturen, eine starke Gemeinschaft und die Möglichkeit zum Lernen bietet. Die Schulen stehen durch die hohe Anzahl der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen aber auch vor einer großen Herausforderung, da bei vielen der Kinder und Jugendlichen unklare Lernvoraussetzungen, psychische Belastungen (u.a. Traumatisierungen) oder fehlende Sprachkenntnisse vorliegen.

Ein Baustein auf dem Weg zu einer gelingenen "Integration durch Bildung" ist die Unterstützung der Lehrkräfte, die im beruflichen Alltag die pädagogische Arbeit mit den zugewanderten Kindern und Jugendlichen leisten. Sie brauchen zum einen Zeit, u.a. zur Reflektion der eigenen Rolle; sie brauchen Möglichkeiten zum Austausch; sowie Gelegenheiten zur Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen und Ressourcen. Wir, die Regionale Schulberatungsstelle für den Kreis Minden-Lübbecke, möchten daher die in Schule tätigen pädagogischen Fachkräfte durch Fortbildungen und durch verschiedene Beratungsangebote unterstützen.

Unser Konzept für die Umsetzung der schulpsychologischen Schwerpunktaufgabe "Integration durch Bildung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen" finden Sie hier.


Aktuelle Fortbildungsangbote im Themenbereich "Integration durch Bildung"

(Schul-)Psychologische Aspekte im Umgang mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern
(Kurs-Nr. IV-1. - auf Anfrage)

Die Zuwanderung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen stellt Schulen vor besondere Herausforderungen. Es ergeben sich Fragen und Unsicherheiten in dem Bemühen, die neu zugewanderten Schüler*innen bestmöglich in den Schulalltag zu integrieren.

Sofern diese Fragen (schul-)psychologische Aspekte betreffen, bietet die Regionale Schulberatungsstelle hier Fortbildung und Beratung („Wie können wir (Lehrkräfte) mit diesen teils schwer belasteten Kindern und Jugendlichen in der Schule umgehen?“ „Welches psychologische Wissen ist hilfreich für das Verständnis der Schülerinnen und Schüler?“ „Was sind Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Integration (durch Bildung)?“ o.ä.).

Zielgruppe: Alle Schulformen

Themen und Termine auf Anfrage.

Ansprechpartner: Helge Christofzik


 


Möglichkeiten und Grenzen von standardisierten Testverfahren bei Zugewanderten
(Kurs-Nr. IV-2.)

Zum Inhalt: Die Fortbildung richtet sich an Sonderpädagog*innen bzw. Förderschullehrkräfte, die mit standardisierten Testverfahren bei zugewanderten Schüler*Innen arbeiten oder arbeiten möchten. Im theoretischen Teil geht es darum, Erfahrungen und Befunde bei Testungen von Schüler*innen mit Migrationserfahrung oder -hintergrund auszutauschen. Es werden Möglichkeiten und Grenzen des Testeinsatzes bei Zugewanderten erkundet. Im praktischen Teil der Fortbildung werden konkrete Testverfahren (z. B. WNV) vorgestellt und es besteht die Möglichkeit diese praktisch zu erproben.

Zielgruppe: Lehrkräfte für Sonderpädagogik / Förderschullehrkräfte aller Schulformen

Zeit und Ort: 13.30 – 16.30 Uhr in den Räumen der Regionalen Schulberatungsstelle, Portastr. 9, 32423 Minden. Termin folgt!

Anmeldung: Bitte telefonisch oder per E-Mail mit dem Stichwort „standardisierte Testverfahren bei Zugewanderten“ an das Sekretariat der Regionalen Schulberatungsstelle (0571 / 807-12000 oder schul-undfamilienberatung@minden-luebbecke.de). Die Teilnahmeplätze sind begrenzt; Anmeldungen werden nach Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Ansprechpartner: Helge Christofzik, N.N.


 

 

Mehr zum Thema

Orientierungshilfe Schule und Zuwanderung der QUA-LiS NRW

Flüchtlingskinder und Jugendliche Flüchtlinge in der Schule. Eine Handreichung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg.

Schule als sicherer Ort. Eine Broschüre der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken.

Broschüren und Handreichungen der Unfallkasse, darunter die Titel:

  • "Flucht, Trauma, Schule - Hintergründe und Handlungshilfen für Lehrkräfte"
  • "Flüchtlingskinder und jugendliche Flüchtlinge in Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen"


Mehr Information zum Thema "Beschulung von Geflüchteten" (auch schulrechtliche Information) finden Sie im Informationsportal des NRW-Schulministeriums.