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08.03.2021

Kurz nachgefragt - Bildung entdecken

   

Kurzinterview mit unserer neuen Landrätin Frau Anna Katharina Bölling

(Das Interview führte Karin Detert, Bildungsbüro)

  

   

   

Was liegt Ihnen beim Thema Bildung besonders am Herzen?

Bildung ist die zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung unseres Mühlenkreises. Unser Ziel muss sein, dass wir gerechte Bildungschancen für alle schaffen und jedes Kind von der Kita bis zum Berufseinstieg beste Voraussetzungen erhält. Schwerpunkt meiner Arbeit als Landrätin sind vor allem die berufsbildenden Schulen in Trägerschaft des Kreises. Sie sind ein wichtiger Motor für unsere heimische Wirtschaft.

Die Bildungsregion Minden-Lübbecke feierte unlängst ihr zehnjähriges Jubiläum. Was, glauben Sie, wird unsere Bildungsregion Minden-Lübbecke in 10 Jahren auszeichnen?

Wir sind in Minden-Lübbecke bereits heute von den Förderschulen in Trägerschaft des Kreises bis zu den Volkshochschulen ganz breit aufgestellt. Darauf können wir stolz sein. Die Bildungslandschaft ist gleichzeitig im ständigen Wandel und ich bin überzeugt, dass unsere Schulen dabei auf einem sehr guten Weg sind. Schwachstellen gibt es jedoch durchaus noch im Bereich der Digitalisierung. Die Corona-Pandemie hat da bekanntermaßen einige Probleme offengelegt. Doch daran arbeiten Bund, Land und Kommunen mit Hochdruck und ich bin mir sicher, dass die Bildungsregion Minden-Lübbecke in zehn Jahren vor allem sehr viel digitaler sein wird.

Den Mühlenkreis fit für eine digitale Zukunft zu machen, ist Ihnen eine Herzensangelegenheit. Digitalisierung ist aktuell auch „das“ Thema in der Bildungswelt. Die digitale Zukunft in der Bildung im Mühlenkreis bedeutet für Sie…

…dass unsere Bildungseinrichtungen die Kinder umfassend auf die digitale Zukunft vorbereiten. Und das schließt sowohl die technische Kompetenz als auch die digitale Verantwortung mit ein. Viel zu oft herrscht noch der Glaube, die Digitalisierung der Schulen sei dann erreicht, wenn jedes Kind ein Tablet oder Laptop habe. Tatsächlich geht es vielmehr darum, dass unsere Jüngsten sicher im Umgang mit den Geräten sind und das notwendige Maß an Medienbildung erlernen, um beispielsweise Fake News von Wahrheit unterscheiden zu können.

Als Pippi Langstrumpf Fan und Familienmensch gefragt – wie sollte die Schule von „morgen“ sein?

So wichtig Digitalisierung und all die technischen Themen und Aufgaben auch sind, dürfen wir nie vergessen, jedes Kind mit seinen persönlichen Interessen und Begabungen anzunehmen, es so individuell wie möglich zu unterstützen und auch mal Freiheiten zu gewähren. Wer musisch oder künstlerisch begabt ist, muss darin genauso gefördert werden wie jenes Kind, dass seine Stärken vielleicht eher im naturwissenschaftlichen Bereich hat.

  

Foto: Landrätin Anna Katharina Bölling