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04.03.2021

Implementierung eines Kommunalen Integrationsmanagements im Kreis Minden-Lübbecke

Das Kommunale Integrationsmanagement ist Teil der Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030. Ziel ist es, mit diesem neuen integrationspolitischen Instrument ein abgestimmtes Verwaltungshandeln zu erreichen, die Querschnittsaufgabe Integration flächendeckend in den Regelstrukturen zu verankern und neuzugewanderten Menschen eine verlässliche, staatliche kommunale Struktur für ihre individuellen Integrationsbedarfe zu bieten. Dadurch wird eine verbesserte Zusammenarbeit und Leistungserbringung in den Regelstrukturen erreicht und die Phase des Ankommens von Beginn an integrationsfördernd ausgestaltet. Dieser Ansatz ist eine entscheidende Weichenstellung, um vor Ort Migrations- und Integrationsprozesse erfolgreich miteinander zu verknüpfen und durch die Weiterentwicklung des Systems zu einer integrierten kommunalen Steuerung der örtlichen Integration von Zugewanderten zu kommen. Zielrichtung ist dabei, die ausländerrechtlichen, leistungsrechtlichen und integrationsrelevanten Akteure im Bereich Migration und Integration in einer Kommune auf der Steuerungsebene koordinierend zu verbinden. 

 Dafür sollen folgende drei Bausteine im Kreis Minden-Lübbecke implementiert werden:

• Mit dem Baustein I wird die Implementierung einer strategischen Ebene zur Steuerung (strategischer Overhead) in den Kommunen mit Kommunalen Integrationszentren (KI) umgesetzt. 

• Mit dem Baustein II wird auf der operativen Ebene ein rechtskreisübergreifendes individuelles Case-Management eingeführt.

• Mit dem Baustein III wird die rechtliche Verstetigung der Integration zugewanderter Menschen mit besonderen Integrationsleistungen in den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden gestärkt.

Ab April 2021 wird das Kommunale Integrationsmanagement aufwachsend in Abstimmung mit dem kreisangehörigen Raum im Kreis Minden-Lübbecke implementiert.