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Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

Unsere Gesellschaft ist vielfältig und von Zuwanderung geprägt. Im Kreis Minden-Lübbecke haben 91.775 Menschen einen Migrationshintergrund, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 29,6% entspricht (Stand 2019). Als Bürgerinnen und Bürger nehmen sie die Dienstleistungen der Kreisverwaltung sowie der Kommunalverwaltungen in Anspruch.

Auch der Fachkräftemangel ist in unserer Kreisverwaltung spürbar. Daher steht fest: Wir wollen uns öffnen! Und dies soll spürbar werden. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sollen auf gut vorbereitete Mitarbeiter*innen in der Kreis- sowie in den Kommunalverwaltungen treffen. Leichte Sprache, mögliche Fallen in der interkulturellen Kommunikation – mit diesen und anderen Themen wollen wir uns beschäftigen. Unbewusste Vorurteile ans Licht holen und bearbeiten, uns mit Privilegien und Machtstrukturen auseinandersetzen.

Schon seit mehreren Jahren finden regelmäßig interkulturelle Trainings für Auszubildende und die Mitarbeiterschaft statt. Diese werden jetzt eingebettet in ein Konzept für mehr gleichberechtigte Vielfalt.

Diversitätsmanagement

Das neu erarbeitete Konzept ist 2022 fertig gestellt worden. Folgende Schwerpunkte werden seitdem umgesetzt:

Hausinterne Schulungen

Schulungen für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte

Es findet ein vielfältiges Angebot kurzer und längerer Schulungen statt, in denen alle Mitarbeitenden ihre Interaktions- und Kommunikationskompetenzen zu speziellen Themen weiter entwickeln. Durch die Auseinandersetzung mit interessanten Themen, unseren eigenen Einstellungen dazu sowie bewussten oder unbewussten Vorurteilen haben wir die Chance, das „Klima“ im Haus für alle nachhaltig zu verändern.
Führungskräfte sind Personen, die maßgeblich an Entscheidungsprozessen beteiligt sind. Und nicht nur das: innerhalb der Ämter kommt Ihnen als Multiplikator*innen eine hohe Bedeutung zu. Daher ist es besonders wichtig, auch Fortbildungsangebote speziell für diese Zielgruppe anzubieten.

Schulung von Auszubildenden, Anwärter*innen und Ausbilder*innen

Handlungsorientierte Trainingsprogramme vermitteln den Teilnehmenden wichtige Schlüsselkompetenzen von Anfang an. Die Mitarbeitenden setzen sich mit Themen wie Empathie, Selbstreflektion, interkulturelles Bewusstsein, Perspektivenwechsel und Ambiguitätstoleranz auseinander. Speziell die Ausbilder*innen beschäftigen sich außerdem z.B. mit den Herausforderungen von Diversität in der Auszubildendengruppe und dem Anleiten und gemeinsamer Reflexion der Begegnung mit bisher Unbekanntem.



Weitere Aktivitäten sind in Planung.