Seiteninhalt

Laien-Sprachmittlungspool

Sprache ist der Schlüssel für eine gelingende Integration und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Fehlende Sprachkenntnisse verhindern oft die Kommunikation zwischen Mitarbeitenden der öffentlichen Einrichtungen bzw. Beratungsstellen mit Neuzugewanderten. Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Minden-Lübbecke bietet Behörden und Institutionen im Kreis die Möglichkeit, Gespräche mit Unterstützung von ehrenamtlichen Laien-Sprachmittler*innen durchzuführen und so die Hindernisse in der Kommunikation abzubauen und den Zugang zu Informationen und Angeboten für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen sicherzustellen.

Wo können Sprachmittler*innen eingesetzt werden?

  • Kindergärten, Schulen, Hochschulen
  • Kommunale Behörden wie z.B. Wohnungsämter, Schulverwaltungen, usw.
  • Einrichtungen des Sozial- und Integrationsbereichs
  • Beratungsstellen wie z.B. (Jugend-) Migrationsdienste, Flüchtlings-, Zuwanderungs- und Migrationsberatungsstellen
  • gemeinnützige Einrichtungen, wie z.B. Ehrenamtsinitiativen oder Migrantenselbstorganisationen.

Bei der Sprachmittlung trägt die anwesende hauptamtliche Person der jeweiligen Institution die Verantwortung für den Prozess. Eine Prozessbegleitung über mehrere Termine ist ausgeschlossen.

 

Wann sind Einsätze ausgeschlossen?

  • Aufträge von Privatpersonen und Privateinrichtungen
  • Gespräche mit Rechtsfolgen, beispielsweise bei Rechtsanwält*innen
  • Gespräche im Zusammenhang mit medizinischen Diagnosen, Aufklärungen über Behandlungen, Operationen etc.
  • Gespräche zur Ermittlung von sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen (z.B. sog. AOSF-Verfahren)

Wir bitten zu berücksichtigen, dass jegliche Ausnahmen diesbezüglich nicht möglich sind. Bitte sehen Sie von entsprechenden Anfragen ab. Bei Nichteinhaltung der Vorgaben findet keine Kostenübernahme statt.

Sie brauchen eine*n Sprachmittler*in?

Eine Anfrage für eine Sprachmittlung können nur Fachkräfte aus einer Behörde, Einrichtung, Institution, etc. stellen.

Bitte stellen Sie mindestens 5 Werktage vor dem geplanten Gesprächstermin eine Anfrage für eine Sprachmittlung. Das Anfrageformular finden Sie hier: „Link zur Anfragetabelle“

Wir prüfen Ihre Anfrage und vermitteln Ihnen eine*n passende*n Sprachmittler*in. Die Sprachmittlung kann vor Ort, per Telefon oder per Videokonferenz stattfinden und es entstehen beim Sprachmittlungseinsatz keine Kosten für die anfragende Institution.

Welche Sprachen werden angeboten?

Albanisch, Amharisch, Arabisch, Armenisch, Aserbaidschanisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Griechisch, Kurdisch, Litauisch, Paschto, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Serbisch, Tigrinisch, Tschetschenisch, Türkisch, Ukrainisch, Ungarisch, Urdu

Sie möchten Sprachmittler*in werden?

  • Sie sind volljährig und sprechen Deutsch (min. B2) und eine weitere Sprache?
  • Sie möchten (Neu-)Zugewanderten und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ehrenamtlich helfen?
  • Sie möchten unterstützend übersetzen bei Gesprächen in Behörden, Einrichtungen o.ä. mit (Neu-) Zugewanderten?

Wir bieten Ihnen:

  • Eine kostenlose Qualifizierung (Grundlagenschulung) mit Teilnahmezertifikat
  •  Mindestens zwei Mal jährlich eine Aufbauschulung mit Teilnahmezertifikat
  • Aufwandsentschädigung für Ihre Sprachmittlung

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!