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Urlaub und Reisen

Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, müssen Sie bestimmte Nachweis- und Quarantänepflichten beachten. Diese haben wir hier für Sie zusammengefasst. Wenn Sie noch weitere Fragen zur Einreise haben, schreiben Sie uns eine E-Mail an einreise.covid@minden-luebbecke.de, nachdem Sie die hier aufgeführten Informationen gelesen haben. Vielen Dank!

Allgemeines und Geltungsbereich

Was regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung?

Die neue „Coronavirus-Einreisverordnung“ vom 12. Mai 2021 führt die Regelungen verschiedener anderer, älterer Vorschriften zusammen. Sie regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Quarantäne- und Nachweispflicht sowie das Beförderungsverbot aus so genannten Virusvariantengebieten (was genau das ist, lesen Sie im Abschnitt „Arten von Risikogebieten“).

Die Verordnung enthält eine generelle Nachweispflicht für Einreisende im Luftverkehr. Wenn Sie per Luftfahrzeug einreisen, müssen Sie grundsätzlich - unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben - vor dem Abflug der*dem Beförderer*in ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesungsnachweis vorlegen. Sie müssen außerdem spezielle Nachweispflichten und eine Quarantänepflicht beachten, wenn Sie aus einem ausländischen Risikogebiet (dazu zählen einfache Risikogebiete, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete) einreisen. Bei der Einreise aus den Virusvariantengebieten gilt - mit sehr eng begrenzten Ausnahmen - ein Beförderungsverbot für den Verkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus diesen Gebieten.

Was gilt für geimpfte und genesene Menschen?

Impf- und Genesungsnachweise sind einem negativen Testergebnis im Rahmen der Nachweispflicht gleichgestellt. Sie können Sie außerdem von der Einreisequarantäne befreien - dies gilt aber nicht, wenn Sie sich vorher in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben (hier sind Reisende immer verpflichtet, ein negatives Testergebnis vorzulegen; die Nachweise befreien dann auch nicht von der Einreisequarantäne).

Sind die neuen Regelungen zeitlich befristet?

Die Coronavirus-Einreiseverordnung tritt außer Kraft, wenn der Deutsche Bundestag die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufhebt. Die Regelungen zur Quarantänepflicht gelten vorerst bis zum 30. Juni 2021. Wie die rechtliche und tatsächliche Lage nach diesem Zeitpunkt aussieht, können wir leider zurzeit nicht einschätzen - die Pandemie ist ein „dynamisches“ Phänomen, und leider können sich auch kurzfristig die Rahmenbedingungen für das Reisen und den Urlaub ändern.

Arten von Risikogebieten

Was ist ein Risikogebiet?

Ein Risikogebiet ist ein Gebiet außerhalb Deutschlands, für das ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht eine aktuelle Liste der Risikogebiete unter der Adresse www.rki.de/risikogebiete. Auch schon für die „einfachen“ Risikogebiete gibt es bei der Reise bestimmte Regelungen, die Sie beachten müssen.

Was ist ein Hochinzidenzgebiet?

In einem Hochinzidenzgebiet ist die Gefahr einer Ansteckung besonders groß - es ist ein Risikogebiet mit besonderen Merkmalen. Dazu können beispielsweise besonders hohe Fallzahlen (Indiz dafür ist regelmäßig eine 7-Tages-Inzidenz von mehr als 200) gehören.

Was ist ein Virusvariantengebiet?

Virusvariantengebiete sind Risikogebiete, in denen eine Virusvariante (auch „Mutation“ oder „Mutante“ genannt) verbreitet aufgetreten ist, die nicht zugleich in Deutschland verbreitet auftritt, und von der anzunehmen ist, dass das Ansteckungsrisiko besonders hoch ist, weil sie vermutlich oder nachweislich leichter übertragen wird, sich aufgrund besonderer Eigenschaften schneller ausbreitet, die Schwere der Krankheit verstärkt oder gegen die die Wirkung einer Immunität (durch Impfung oder Genesung) abgeschwächt ist.

Was ist ein „einfaches Risikogebiet“?

Alle Risikogebiete, die keine Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete sind, bezeichnen wir auch als „einfache“ Risikogebiete.

Woher weiß ich, aus welcher Art von Gebiet ich komme?

Welche Gebiete aktuell als einfache Risikogebiete, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete eingestuft werden, entnehmen Sie ganz einfach der Liste auf der Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/risikogebiete.

Anmeldepflicht für einreisende Personen

Wo müssen sich Einreisende anmelden?

Wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage vor Ihrer Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich vor der Einreise digital anmelden. Dazu können Sie das Einreiseportal unter www.einreiseanmeldung.de besuchen und dort die Informationen zu Ihren Aufenthalten angeben. Wenn Sie alle notwendigen Informationen vollständig angegeben haben, bekommen Sie als Bestätigung eine PDF-Datei, die Ihr*e Beförderer*in in der Regel vor dem Transport kontrollieren wird.

Was mache ich, wenn ich keinen Zugang zu einem Computer/Smartphone habe oder das Einreiseportal nicht erreichbar ist?

Für den Fall, dass Sie sich nicht elektronisch anmelden können, müssen Sie alternativ eine Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Wenn Sie nicht von Ihrer*Ihrem Beförderer*in oder einer Grenzbehörde dazu aufgefordert werden, müssen Sie spätestens 24 Stunden nach Ihrer Einreise entweder die digitale Anmeldung nachholen oder die ausgefüllte Ersatzmitteilung an die Deutsche Post E-POST Solutions GmbH in 69990 Mannheim schicken.

Einreisequarantäne

Wer muss nach der Einreise in Quarantäne?

Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich grundsätzlich direkt nach der Ankunft nach Hause begeben und zehn Tage lang „absondern“ (dies wird auch häusliche Quarantäne genannt). Wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen, müssen Sie für 14 Tage in Quarantäne.

Gilt die Quarantänepflicht auch für Genesene und Geimpfte?

Sie können die häusliche Quarantäne vorzeitig beenden, wenn Sie einen Genesungs- oder Impfnachweis über das Einreiseportal übermitteln. Das gilt für alle Personen, die aus einem Hochinzidenz- oder einfachen Risikogebiet einreisen. Sie können dann ab dem Zeitpunkt der Übermittlung Ihre Quarantäne beenden. Haben Sie den Nachweis schon vor Einreise übermittelt, ist auch keine Quarantäne erforderlich. Haben Sie sich allerdings in einem Virusvariantengebiet aufgehalten, sind Sie auch mit Genesungs- oder Impfnachweis zur 14-tägigen Quarantäne verpflichtet; diese können Sie auch nicht vorzeitig beenden.

Wer kann sich „freitesten“?

Wenn Sie sich in einem „einfachen“ Risikogebiet aufgehalten haben, können Sie die häusliche Quarantäne vorzeitig beenden, wenn Sie einen negativen Testnachweis über das Einreiseportal übermitteln. Sie können dann die Quarantäne ab dem Zeitpunkt der Übermittlung beenden. Übermitteln Sie den Nachweis schon vor Einreise, müssen Sie auch nicht in Quarantäne.

Haben Sie sich in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten, können Sie sich frühestens fünf Tage nach Einreise „freitesten“. Wenn Sie in einem Virusvariantengebiet waren, dauert die Quarantäne immer 14 Tage und kann auch nicht vorzeitig beendet werden.

Was gilt als Genesungs- oder Impfnachweis?

Als Genesungsnachweis genügt ein Impfpass, ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über eine vorliegende Infektion mit dem Coronavirus, wenn die zugrunde liegende Testung durch eine Labordiagnostik (PCR-Test, PoC-PCR oder weitere Methoden der so genannten „Nukleinsäureamplifikationstechnik“) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Ein Impfnachweis ist ein Impfpass, ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über eine Schutzimpfung, wenn diese mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt ist, die Anzahl der Impfdosen laut PEI korrekt war und seit der letzten Impfdose mindestens 14 Tage vergangen sind bzw. bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht.

Nachweispflicht

Für wen gilt die Nachweispflicht?

Wenn Sie sich in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben und dann nach Deutschland einreisen, müssen Sie spezielle Nachweispflichten beachten. Wenn Sie per Flugzeug einreisen, müssen Sie vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen, und zwar unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Wann muss ich den Nachweis vorlegen?

Wenn Sie aus einem „einfachen“ Risikogebiet einreisen, müssen Sie spätestens 48 Stunden nach Ihrer Einreise ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen können. Wenn Sie per Flugzeug oder aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet einreisen, müssen Sie grundsätzlich schon bei der Einreise einen negativen Testnachweis mit sich führen und gegebenenfalls vorlegen. Bei Einreisen im Flugverkehr und bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet können Sie auch einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen. Eine Beförderung ohne Nachweis ist ausgeschlossen.

Wie alt darf der Test sein?

Der Nachweis muss sich auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden bei Antigen-Tests oder 72 Stunden bei PCR-Tests zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. Bei Virusvariantengebieten verkürzt sich die Frist bei Antigen-Tests auf 24 Stunden.

Zu welchem Zeitpunkt reise ich nach Deutschland ein?

Grundsätzlich reisen Sie ein, wenn Sie die deutsche Grenze auf dem Land-, Wasser- oder Luftweg aus dem Ausland überschreiten. Wenn Sie mit einer*m Beförderer*in einreisen, zählt als Einreisezeitpunkt die geplante erste Ankunft mit Ausstiegsmöglichkeit in Deutschland. Der Umstieg im internationalen Transitbereich eines Flughafens, um aus einem Drittstaat in einem anderen Drittstaat weiter zu reisen, gilt nicht als Einreise.

Welche Tests werden anerkannt?

Es werden grundsätzlich Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) und Antigentests anerkannt.

Antikörper-Tests werden nicht anerkannt.

Antigen-Schnelltests werden anerkannt, wenn sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen. Hierzu zählen Tests, die verglichen mit PCR-Tests, eine ≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität erreichen. Die Leistungsparameter von Antigen-Schnelltests werden stets in Bezug zu den Leistungsparametern einer PCR gesetzt und variieren von Hersteller zu Hersteller (siehe Packungsbeilage zum Antigen-Schnelltest).

Die Testung muss in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung oder im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, vorgenommen oder überwacht worden sein oder im Ausland von einer nach dem Recht des jeweiligen Staates befugten Stelle vorgenommen oder überwacht worden sein. Der Dritte muss ebenfalls die Identität der getesteten Person mittels eines amtlichen Lichtbildausweises überprüfen und bestätigen. Auf dem Nachweis ist das Datum der Testung zu vermerken sowie die Art des Tests, der verwendet wurde.

Der Nachweis kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form erbracht werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Was, wenn der Test positiv ausfällt?

Eine Beförderung durch die Beförderungsunternehmen ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Eine Isolierung nach den örtlichen Vorschriften ist auf eigene Verantwortung durchzuführen.