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Urlaub und Reisen

Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, müssen Sie bestimmte Nachweis- und Quarantänepflichten beachten. Diese haben wir hier für Sie zusammengefasst. Wenn Sie noch weitere Fragen zur Einreise haben, schreiben Sie uns eine E-Mail an einreise.covid@minden-luebbecke.de, nachdem Sie die hier aufgeführten Informationen gelesen haben. Vielen Dank!

Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise des RKI!

Allgemeines und Geltungsbereich

Was regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung?

Die Coronavirus-Einreisverordnung regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Quarantäne- und Nachweispflicht sowie das Beförderungsverbot aus so genannten Virusvariantengebieten (was genau das ist, lesen Sie im Abschnitt „Arten von Risikogebieten“).

Die Verordnung enthält eine generelle Nachweispflicht für Einreisende ab dem 12. Lebensjahr unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Wenn Sie per Luftfahrzeug einreisen, müssen Sie grundsätzlich - unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben - vor dem Abflug der*dem Beförderer*in ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesungsnachweis vorlegen. Sie müssen außerdem spezielle Nachweispflichten und eine Quarantänepflicht beachten, wenn Sie aus einem ausländischen Risikogebiet (dazu zählen Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete) einreisen. Bei der Einreise aus den Virusvariantengebieten gilt - mit sehr eng begrenzten Ausnahmen - ein Beförderungsverbot für den Verkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus diesen Gebieten.

Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV)

Die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 30. Juli 2021 regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht sowie das Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/coronaeinreisev.html

Corona-Einreiseregeln (Kurzübersicht)

 

Was gilt für geimpfte und genesene Menschen?

Impf- und Genesungsnachweise sind einem negativen Testergebnis im Rahmen der Nachweispflicht gleichgestellt. Sie können Sie außerdem von der Einreisequarantäne befreien - dies gilt aber nicht, wenn Sie sich vorher in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben (hier sind Reisende immer verpflichtet, ein negatives Testergebnis vorzulegen; die Nachweise befreien dann auch nicht von der Einreisequarantäne).

Sind die neuen Regelungen zeitlich befristet?

Die Coronavirus-Einreiseverordnung tritt außer Kraft, wenn der Deutsche Bundestag die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufhebt. Die Regelungen zur Quarantänepflicht gelten vorerst bis zum 30. September 2021. Wie die rechtliche und tatsächliche Lage nach diesem Zeitpunkt aussieht, können wir leider zurzeit nicht einschätzen - die Pandemie ist ein „dynamisches“ Phänomen, und leider können sich auch kurzfristig die Rahmenbedingungen für das Reisen und den Urlaub ändern.

Arten von Risikogebieten

Internationale Risikogebiete 

Ein Risikogebiet ist ein Gebiet außerhalb Deutschlands, für das ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht eine aktuelle Liste der Risikogebiete unter der Adresse www.rki.de/risikogebiete.

Neue Virusvariantengebiete - Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter SARS-CoV-2-Virusvarianten

Neue Hochrisikogebiete - Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2

Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens kann es erforderlich sein, dass sehr kurzfristig neue Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete ausgewiesen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/coronaeinreisev.html

Anmeldepflicht für einreisende Personen

Wo müssen sich Einreisende anmelden?

Wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage vor Ihrer Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich vor der Einreise digital anmelden. Dazu können Sie das Einreiseportal unter www.einreiseanmeldung.de besuchen und dort die Informationen zu Ihren Aufenthalten angeben. Wenn Sie alle notwendigen Informationen vollständig angegeben haben, bekommen Sie als Bestätigung eine PDF-Datei, die Ihr*e Beförderer*in in der Regel vor dem Transport kontrollieren wird.

 

Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV)

Die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 30. Juli 2021 regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht sowie das Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/coronaeinreisev.html

 

Was mache ich, wenn ich keinen Zugang zu einem Computer/Smartphone habe oder das Einreiseportal nicht erreichbar ist?

Für den Fall, dass Sie sich nicht elektronisch anmelden können, müssen Sie alternativ eine Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Wenn Sie nicht von Ihrer*Ihrem Beförderer*in oder einer Grenzbehörde dazu aufgefordert werden, müssen Sie spätestens 24 Stunden nach Ihrer Einreise entweder die digitale Anmeldung nachholen oder die ausgefüllte Ersatzmitteilung an die Deutsche Post E-POST Solutions GmbH in 69990 Mannheim schicken.

Einreisequarantäne

Wer muss nach der Einreise in Quarantäne?

Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich grundsätzlich direkt nach der Ankunft nach Hause begeben und zehn Tage lang „absondern“ (dies wird auch häusliche Quarantäne genannt). Wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen, müssen Sie für 14 Tage in Quarantäne.

Bürger*innen aus dem Kreisgebiet, die aus einem Virusvariantengebiet zurückgekehrt sind und eine Quarantäne begonnen haben, müssen diese nicht fortsetzen, wenn das betroffenen Virusvariantengebiet nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland und vor Ablauf der 14 Tage als Hochrisikogebiet eingestuft wird. Dazu muss die Quarantäne nicht förmlich aufgehoben werden.

Gilt die Quarantänepflicht auch für Genesene und Geimpfte?

Sie können die häusliche Quarantäne vorzeitig beenden, wenn Sie einen Genesungs- oder Impfnachweis über das Einreiseportal übermitteln. Haben Sie den Nachweis schon vor Einreise übermittelt, ist auch keine Quarantäne erforderlich. Haben Sie sich allerdings in einem Virusvariantengebiet aufgehalten, sind Sie auch mit Genesungs- oder Impfnachweis zur 14-tägigen Quarantäne verpflichtet; diese können Sie auch nicht vorzeitig beenden.

Für Hochrisikogebiete gelten aktuell folgende Regeln zur Quarantäne: Reisende müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben, außer sie sind geimpft oder genesen (ein entsprechender Nachweis muss vorliegen; keine Ausnahme für Getestete). Die Quarantäne kann auf fünf Tage verkürzt werden, wenn ein negativer Test vorgelegt wird.

Wer kann sich „freitesten“?

Haben Sie sich in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten, können Sie sich frühestens fünf Tage nach Einreise „freitesten“. Wenn Sie in einem Virusvariantengebiet waren, dauert die Quarantäne immer 14 Tage und kann auch nicht vorzeitig beendet werden.

Was gilt als Genesungs- oder Impfnachweis?

Als Genesungsnachweis genügt ein Impfpass, ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über eine vorliegende Infektion mit dem Coronavirus, wenn die zugrunde liegende Testung durch eine Labordiagnostik (PCR-Test, PoC-PCR oder weitere Methoden der so genannten „Nukleinsäureamplifikationstechnik“) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Ein Impfnachweis ist ein Impfpass, ein schriftlicher oder digitaler Nachweis über eine Schutzimpfung, wenn diese mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt ist, die Anzahl der Impfdosen laut PEI korrekt war und seit der letzten Impfdose mindestens 14 Tage vergangen sind bzw. bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht.

Nachweispflicht

Für wen gilt die Nachweispflicht?

Wenn Sie sich in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben und dann nach Deutschland einreisen, müssen Sie spezielle Nachweispflichten beachten. Wenn Sie einreisen, müssen Sie ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen, und zwar unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Wann muss ich den Nachweis vorlegen?

Wenn Sie aus einem Risikogebiet einreisen, müssen Sie zum Zeitpunkt Ihrer Einreise ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen können. Eine Beförderung im FLugverkehr ohne Nachweis ist ausgeschlossen.

Wie alt darf der Test sein?

Der Nachweis muss sich auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden bei Antigen-Tests oder 72 Stunden bei PCR-Tests zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. Bei Virusvariantengebieten verkürzt sich die Frist bei Antigen-Tests auf 24 Stunden.

Zu welchem Zeitpunkt reise ich nach Deutschland ein?

Grundsätzlich reisen Sie ein, wenn Sie die deutsche Grenze auf dem Land-, Wasser- oder Luftweg aus dem Ausland überschreiten. Wenn Sie mit einer*m Beförderer*in einreisen, zählt als Einreisezeitpunkt die geplante erste Ankunft mit Ausstiegsmöglichkeit in Deutschland. Der Umstieg im internationalen Transitbereich eines Flughafens, um aus einem Drittstaat in einem anderen Drittstaat weiter zu reisen, gilt nicht als Einreise.

Welche Tests werden anerkannt?

Es werden grundsätzlich Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) und Antigentests anerkannt.

Antikörper-Tests werden nicht anerkannt.

Antigen-Schnelltests werden anerkannt, wenn sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen. Hierzu zählen Tests, die verglichen mit PCR-Tests, eine ≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität erreichen. Die Leistungsparameter von Antigen-Schnelltests werden stets in Bezug zu den Leistungsparametern einer PCR gesetzt und variieren von Hersteller zu Hersteller (siehe Packungsbeilage zum Antigen-Schnelltest).

Die Testung muss in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung oder im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, vorgenommen oder überwacht worden sein oder im Ausland von einer nach dem Recht des jeweiligen Staates befugten Stelle vorgenommen oder überwacht worden sein. Der Dritte muss ebenfalls die Identität der getesteten Person mittels eines amtlichen Lichtbildausweises überprüfen und bestätigen. Auf dem Nachweis ist das Datum der Testung zu vermerken sowie die Art des Tests, der verwendet wurde.

Der Nachweis kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form erbracht werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Was, wenn der Test positiv ausfällt?

Eine Beförderung durch die Beförderungsunternehmen ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Eine Isolierung nach den örtlichen Vorschriften ist auf eigene Verantwortung durchzuführen.