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Landschaftsplan "An Ils und Gehle"

68_Landschaftsplanung An Ils und Gehle

Der Landschaftsplan „An Ils und Gehle“ ist 2003 in Kraft getreten. Er umfasst den östlichen Teil der Stadt Petershagen und erstreckt sich von Wasserstraße bis hinunter nach Quetzen. Im Osten grenzt er an die Landesgrenze nach Niedersachsen, im Westen bilden hauptsächlich die L 772, die B 482 und die Bahnstrecke Minden-Nienburg den Abschluss des Plangebietes.

Der beplante Bereich besteht aus flachwelligen Terrassen der Weser und stärker bewegten Geestflächen, in denen sich Muldentäler, Hang- und Flachrückenbereiche abwechseln. Dabei fallen die beiden Flüsse Ils und Gehle besonders ins Auge.

Bemerkenswert an dem Gebiet ist zudem, im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen des Kreises, dass es hier noch größere unzersiedelte Räume gibt, wie z.B. südlich Wasserstraße oder im Bereich der oberen Gehle.

Im Landschaftsplangebiet sind fünf Naturschutzgebiete ausgewiesen:

Das Naturschutzgebiet „Im Klosterforst“ umfasst einen Komplex aus Feuchtgrünland, Wäldern und naturnahen Quellbächen in der Nähe von Wasserstraße, das weiter westlich gelegene Naturschutzgebiet „Duchshornwiese“ ist deutlich kleiner und besteht ganz überwiegend aus einem feuchten Erlenwäldchen mit Bruchwaldcharakter im Kern.

Das Naturschutzgebiet „Gehlberg“ ist das älteste Naturschutzgebiet im Plangebiet. Es wurde schon deutlich vor der Landschafsplanerstellung durch die Bezirksregierung Detmold per Verordnung ausgewiesen, wurde dann in Landschaftsplan übernommen und hier auch erweitert.  Es stellt einen typischen Ausschnitt ehemaliger bäuerlicher Kulturlandschaft dar. In einem kleinräumigen, mosaikartigen Nebeneinander kommen hier ganz unterschiedliche Biotope vor. Feuchte/nasse Wiesen wechseln sich ab mit sehr trockenen Bereichen. Es gibt sogar noch Fragmente der seltenen Silikattrockenrasen. Neben solchen Offenlandbereichen sind auch naturnahe Laubmischwälder aus Eichen mit Birken oder auch mit Buchen und Hainbuchen vorhanden. Im westlichen Teil des Gebiets fließt die Gehle.

Die beiden weiteren Naturschutzgebiete im Plangebiet sind das Naturschutzgebiet „Sandgrube Seelenfeld“, eine aufgegebene Sandabgrabungsfläche, die mittlerweile mithilfe von extensiver Beweidung durch Hochlandrinder offengehalten wird, und das Naturschutzgebiet „Hagedorn“, welches zum Schutze hochwertiger Laubwaldflächen ausgewiesen wurde.

Foto Klosteforst

Extensiv bewirtschaftetes Grünland
im NSG "Im Klosterforst"