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23.09.2019

„Islam - zwischen Mythen und Vorurteilen“

Netzwerk NRWeltoffen lädt zum Fachvortrag ein

Zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Menschen muslimischen Glaubens leben in Deutschland. Das schätzt das BAMF, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, in einer Studie aus dem Jahr 2015. Der Islam ist Teil des gesellschaftlichen Bildes in der Bundesrepublik geworden. Und trotzdem gibt es nach wie vor eine Vielzahl an Vorurteilen und Ängsten, an Mythen und Fehlinformationen über diese Religion. Das Netzwerk NRWeltoffen möchte jetzt mit einer Fachveranstaltung Wissen über den Islam vermitteln und damit mehr Verständnis schaffen.

Wir bitten um Ankündigung der Veranstaltung Islam - zwischen Mythen und Vorurteilen“

am:     Donnerstag 26. September 2019

von:    18 bis 20.30 Uhr

im:      Mehrgenerationenhaus Lübbecke, Garnisonsring 30, 32312 Lübbecke

Moderator der Veranstaltung ist der Islamexperte Eberhard Helling, Pfarrer der evangelischen Landeskirche. Er ist seit 1993 Islambeauftragter im Kirchenkreis Lübbecke und seit 2001 im geschäftsführenden Vorstand der Islambeauftragten der Evangelischen Kirche von Westfalen. 2009/2010 war er hauptamtlich im Landeskirchenamt für den christlich-islamischen Dialog zuständig.

Den ersten Vortrag mit dem Titel „Der Mythos von Muslim*innen als homogene Gruppierung“ hält Franziska Madmouj. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin und derzeit Studentin des MA Kulturanalysen an der Universität Oldenburg. Seit 2017 leitet sie ein EU-Projekt zur Prävention und Aufklärung für muslimische Jugendliche und Multiplikator*innen. Franziska Madmouj hat bereits mehrfach speziell zum Thema Frauen und Radikalisierung referiert, zuletzt unter anderem auf der Fachtagung des Präventionsnetzwerkes gegen religiös begründeten Extremismus im Oktober 2017 in Berlin und bei der Konferenz zu “Women in Extremism” an der Universität Rostock und der International Observatory of Human Rights im September 2018. 

Die zweite Referentin, Malika Mansouri von der Universität Bielefeld, wird in ihrem Vortrag auf das Thema antimuslimischer Rassismus eingehen, zu dem sie aktuell auch forscht. Der Titel ihres Vortrages lautet: "Wir und die Anderen - Rassismen verstehen am Beispiel des antimuslimischen Rassismus".Mansouri ist seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Internationales Sozialrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Bielefeld.

Nach Beschluss des Kreistags beteiligt sich die Kreisverwaltung Minden-Lübbecke an der Umsetzung des Landesprogramms NRWeltoffen, das im Kommunalen Integrationszentrum im Kreisschulamt angesiedelt ist. Zur Stärkung der Demokratie und zur präventiven Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung hat sich ein starkes Netzwerk aus den Bereichen Bildung, Verwaltung, Politik, Kirche, Sozialverbänden sowie zivilgesellschaftlichen Vereinen und Gruppen gebildet. 2018 wurden im Rahmen des Projektes die Handlungsfelder „Erinnerungskultur“, „Diskussions- und Debattenkultur“ sowie „Grund- und Menschenrechte“ entwickelt, zu denen es in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen gibt.

Um eine Anmeldung per E-Mail:nrweltoffen@minden-luebbecke.de wird gebeten.