IT-Sicherheitslage, Schutzmaßnahmen und Auswirkungen auf die Dienstleistungen der Kreisverwaltung

Hintergrund

Am 21. Oktober 2026 wurde eine kritische Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP öffentlich bekannt. PHP ist eine zentrale Technologie, die weltweit für zahlreiche Internetangebote sowie für Teile unserer eigenen Webanwendungen und digitalen Dienste eingesetzt wird.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat hierzu eine offizielle Warnung der Stufe Orange herausgegeben. Die Schwachstelle birgt erhebliche Risiken: Im ungünstigsten Fall könnten Angreifer ohne vorherige Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern ausführen und dadurch die vollständige Kontrolle über die jeweiligen Systeme erlangen.

Eingeleitete Schutzmaßnahmen

Um mögliche Schäden und einen unbefugten Zugriff auf Daten der zu verhindern, setzen die IT-Abteilung der Kreisverwaltung und die OWL-IT die Empfehlungen des BSI und des CERT-EU konsequent um. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Vorübergehende Netztrennung: Potenziell gefährdete Systeme und betroffene Onlinedienste werden vorsorglich und kontrolliert vom Netz genommen, um mögliche Angriffswege zu unterbrechen.
  • Zeitnahe Sicherheitsupdates: Die erforderlichen Korrektur-Updates wurden von den Entwicklern bereitgestellt. Diese werden schnellstmöglich installiert und anschließend auf ihre Funktionsfähigkeit und Sicherheit geprüft.
  • Kontrollierte Wiederinbetriebnahme: Nach erfolgreicher Aktualisierung und Sicherheitsprüfung werden die betroffenen Systeme und Dienste schrittweise wieder freigeschaltet.

 

Auswirkungen auf die Dienstleistungen

Die vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen können vorübergehend dazu führen, dass einzelne Webseiten oder digitale Dienste nicht erreichbar sind oder bestimmte Verwaltungsleistungen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

So waren heute Vormittag beispielsweise Kartenzahlungen im Bürger-Service zeitweise nicht möglich. Mittlerweile ist diese Störung behoben.

„Wir beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam und passen unsere Schutzmaßnahmen an. Sollten zusätzliche Einschränkungen erforderlich werden, informieren wir über die weitere Entwicklung“, sagt Jörg-Michael Schrader der zuständige Dezernent für Digitalisierung und Informationstechnik.