Sttraßenverkehrsamt Minden seitlich fotografiert
© Ronny Scherer
Straßebverkehrsamt Lübbecke Wartebereich
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Straßenverkehrsamt Lübbecke Seitlich von vorne fotografiert
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Schild mit der Aufschrift "Information"
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Wartebereich des Straßebverkehrsamtes Minden
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Raum mit Arbeitsplätzen
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Verkehrssicherheitstipps des Kreises Minden-Lübbecke zum Schulanfang

Der Schulweg ist für Kinder eine besondere Herausforderung. Gerade Schulanfängerinnen und Schulanfänger müssen erst lernen, Gefahren im Straßenverkehr richtig einzuschätzen und sich sicher zu verhalten.

Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen, indem sie den Schulweg gemeinsam planen, regelmäßig üben und auf mögliche Gefahren aufmerksam machen.

So können Eltern für einen sicheren Schulweg sorgen

Den richtigen Schulweg auswählen

Legen Sie den Schulweg gemeinsam mit Ihrem Kind fest. Denken Sie daran, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste ist. Nutzen Sie nach Möglichkeit Wege mit Ampeln und Zebrastreifen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind auf dem Gehweg möglichst auf der von der Straße abgewandten Seite geht. Erklären Sie ihm, dass insbesondere an Garagen und Grundstücksausfahrten Fahrzeuge herausfahren können.

Das sichere Überqueren der Straße üben

Zeigen Sie Ihrem Kind, an welchen Stellen es die Straße sicher überqueren kann. Üben Sie gemeinsam das richtige Verhalten und erklären Sie, warum die Straße nicht zwischen parkenden Fahrzeugen überquert werden sollte.

An Zebrastreifen sollten insbesondere Schulanfängerinnen und Schulanfänger zunächst Blickkontakt zu herannahenden Autofahrerinnen und Autofahrern aufnehmen, bevor sie die Straße betreten. Kinder überschätzen häufig die Schutzwirkung eines Zebrastreifens und glauben, dort automatisch sicher zu sein.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, auch bei wenig Verkehr zunächst an der Bordsteinkante stehen zu bleiben. Vor dem Überqueren soll es erst nach links, dann nach rechts und anschließend erneut nach links schauen.

Üben Sie außerdem gemeinsam, links und rechts sicher zu unterscheiden.

Den Schulweg regelmäßig üben

Damit Ihr Kind Sicherheit gewinnt, sollten Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam zurücklegen:

  • Einen kurzen, einfachen Schulweg mindestens 3- bis 4-mal.
  • Einen längeren oder schwierigeren Schulweg etwa 10-mal.

Lassen Sie sich dabei auch von Ihrem Kind führen. So erkennen Sie, an welchen Stellen es sich bereits sicher verhält und wo noch Übungsbedarf besteht.

Mit dem Fahrrad zur Schule

Erstklässler sollten unter keinen Umständen allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Auf gute Sichtbarkeit achten

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind möglichst helle Kleidung trägt. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sind Kinder auf dem morgendlichen Schulweg häufig bei Dunkelheit unterwegs.

Reflektoren an Kleidung und Schulranzen sind deshalb besonders wichtig. Sie helfen anderen Verkehrsteilnehmenden, Ihr Kind frühzeitig zu erkennen.

Den Schulweg möglichst zu Fuß zurücklegen

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, achten Sie darauf, dass ein passender, zugelassener Kindersitz verwendet wird und Ihr Kind bei jeder Fahrt angeschnallt ist.

Nach Möglichkeit sollten Sie jedoch darauf verzichten, Ihr Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen.

Der zusätzliche Autoverkehr rund um die Schule kann den Schulweg für alle Kinder gefährlicher machen. Außerdem nimmt das regelmäßige Bringen mit dem Auto Ihrem Kind die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr zu sammeln und seine Selbstständigkeit zu entwickeln.

Hinweise für alle Verkehrsteilnehmenden

Auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden, insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer, können dazu beitragen, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen.

Dabei sollten folgende Besonderheiten berücksichtigt werden:

  • Kinder reagieren häufig spontan. Sie haben noch wenig Erfahrung im Straßenverkehr, sind voller Tatendrang und können deshalb unerwartet handeln.
  • Kinder haben ein eingeschränktes Blickfeld. Ihr Sichtfeld ist im Vergleich zu Erwachsenen links und rechts jeweils um etwa 20 Prozent eingeschränkt. Deshalb nehmen sie herannahende Fahrzeuge häufig erst später wahr.
  • Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht richtig einschätzen. Dadurch können gefährliche Situationen entstehen. Auch der Anhalteweg eines Fahrzeugs ist ihnen häufig nicht bewusst. Sie glauben oftmals, dass ein Auto sofort stehen bleiben kann.
  • Kinder gehen häufig davon aus, gesehen zu werden. Wenn sie selbst ein Fahrzeug sehen, nehmen sie an, dass auch die Fahrerin oder der Fahrer sie wahrgenommen hat.
  • Kinder müssen Verkehrsregeln erst praktisch erlernen. Es fällt ihnen schwer, theoretisch gelernte Regeln und Vorschriften selbstständig auf unterschiedliche Verkehrssituationen zu übertragen.

Besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden sind deshalb entscheidend, um Kinder auf ihrem Schulweg zu schützen.