Fortschrittliche mobile Ortung
AML (Advanced Mobile Location)
Advanced Mobile Location (kurz AML, zu Deutsch: fortschrittliche mobile Ortung) ist ein Dienst in modernen Smartphones, welcher bei der Wahl des Notrufes die aktuelle Position übermittelt. Das Mobiltelefon erkennt dabei, wann es sich um einen Notruf handelt (z. B. die Wahl der 112), aktiviert die interne Ortungsfunktion (GPS) und sendet die Positionsdaten automatisch zur Leitstelle. Die Übermittlung erfolgt wahlweise über das Internet (LTE, UMTS, EDGE oder WLAN) oder als Daten-SMS. AML ist keine separate App, sondern ist direkt in das Betriebssystem des Smartphones integriert.
Die Positionsübermittlung beim Notruf ist standardmäßig im Smartphone aktiviert. Solange keine Notrufnummer aktiv gewählt wird, ist keine Ortung des Smartphones durch die Leitstelle möglich. Erst wenn die Notrufnummer gewählt wird, werden die Positionsdaten ermittelt und an die Leitstelle gesendet.
Was genau wird übermittelt?
Da die Sensoren des Smartphones nicht sofort die genaue Position ermitteln können, werden während des Notrufes die aktuellen Standortdaten mehrfach gesendet. So wird eine möglichst genaue Angabe zur aktuellen Position erreicht. Die ersten Daten werden gesendet, sobald sie verfügbar sind. Anschließend folgt eine Versendung jeweils ca. 10, 20, und 30 Sekunden nach Wählen des Notrufes. So können im besten Fall insgesamt vier Datensätze mit folgenden Informationen übertragen werden:
- Nummer des Notrufenden,
- gewählte Notrufnummer (112),
- Zeitpunkt der Wahl des Notrufes,
- Positionsdaten (Breiten- und Längengrad),
- Höhe in Metern,
- Genauigkeit der Daten,
- Quelle der aktuellen Position (GPS, Wifi) und
- Richtung und Geschwindigkeit des Notrufenden (wenn in Bewegung)
Ältere Mobiltelefone unterstützen AML nicht. Wenn keine Netzverbindung besteht, können auch keine Daten (Standort) übertragen werden. Die Ortung über Wifi (WLAN) kann fehlerhaft sein, wenn der WLAN-Router kurz zuvor an einem anderen Standort verbaut war.
