Landschaftsplan "Weser Petershagen"
Am 18. Dezember 2023 wurde die Aufstellung des Landschaftsplanes „Weser Petershagen“, damals noch unter dem Namen „Weseraue“, vom Kreistag beschlossen. Die Umbenennung in „Weser Petershagen“ erfolgte per Kreistagsbeschluss am 23. März 2026.
Das Plangebiet umfasst diejenigen Teile der Stadt Petershagen, die bisher noch nicht von Landschaftsplänen bedeckt sind. Es erstreckt sich im Norden von Schlüsselburg und Wasserstraße bis in den Süden nach Wietersheim und Frille.
Nachdem der Landschaftsplan „Minden“ Ende 2024 abgeschlossen war, wurde Anfang 2025 mit den Arbeiten am Landschaftsplan „Weser Petershagen“ begonnen. Hierzu wurden im März mehrere Auftaktgespräche mit verschiedenen Vertretern der betroffenen Ortschaften geführt. In diesen Gesprächen wurde durch die Untere Naturschutzbehörde das Verfahren der Landschaftsplanung dargestellt und der anvisierte Zeitplan bekanntgegeben. Zudem wurden die Teilnehmer gebeten, die Themen zu nennen, die sie als relevant für die Planung ansehen. Die bei den Gesprächen gezeigte Präsentation ist ebenfalls rechts zu finden.
Zur Erarbeitung des Landschaftsplanes ist das Umwelt Institut Höxter (UIH) beauftragt. Das UIH ist ein renommiertes Planungsbüro, was auch schon andere Landschaftspläne im Kreis Minden-Lübbecke erarbeitet hat. Nachdem bereits vor einigen Monaten mit Datensammlungen und Luftbildauswertungen gestartet wurde, haben mittlerweile auch Begehungen im Gelände begonnen.
Dem Kreis Minden-Lübbecke ist bewusst, dass es sich beim aktuellen Plangebiet um ein besonderes Gebiet handelt, in dem schon seit vielen Jahrzehnten Konflikte zwischen der Nutzung und dem Schutz der Natur existieren. Der Landschaftsplan bietet die Chance, vorhandene Interessen und Nutzungen einschließlich dadurch bestehender Konflikte in und an der Weser neu zu ordnen und aufeinander abzustimmen. Natürlich wird das nicht einfach sein – das EU-Vogelschutzgebiet Weseraue unterliegt europarechtlichen Bestimmungen, die auf der lokalen Ebene umzusetzen sind. Trotzdem werden sich Wege finden lassen - dies geht aber nur gemeinsam.
So, wie in den vorhergehenden Landschaftsplanverfahren, ist auch für die Erarbeitung des Landschaftsplanes „Weser Petershagen“ eine Begleitkommission gebildet worden. Diese hat bereits zweimal getagt. Sie besteht aus Vertretern des Kreises und der Stadt, aus Vertretern der Nutzergruppen, Vertretern der Naturschutzverbände, der Biostation sowie der Kreis- und Stadtverwaltung. Die Begleitkommission stellt ein wichtiges Bindeglied zur Bevölkerung da. In ihr werden die aktuellen Überlegungen und Entwürfe vorgestellt und besprochen. Die bisherigen Sitzungen fanden am 04.09.2025 und am 24.06.2026 statt. Die Protokolle und Präsentationen der Sitzung finden sich rechts.
Das gesamte Landschaftsplanverfahren wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Es beinhaltet, genau wie bei Aufstellung eines Bebauungsplanes, auch umfangreiche Beteiligungen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange.
Im Vorgriff zur Landschaftsplanerarbeitung wurde, ebenfalls durch das Büro UIH, eine Karte der vorhandenen Biotoptypen und eine Karte der Bestandssituation zum Thema Erholung/Tourismus erstellt. Die Entwürfe beider Karten wurden in der Begleitkommissionssitzung vorgestellt. Sie sind ebenfalls in der Spalte rechts verlinkt. Die Karten sollen als wichtige Grundlagen für die Landschaftsplanerarbeitung dienen. Sie sind selbst aber nicht Teil des Landschaftsplanes
Die bei der Unteren Naturschutzbehörde für den Landschaftsplan „Weser Petershagen“ zuständige Sachbearbeiterin Sibylle Jeworutzki steht für Hinweise, Anregungen oder Fragen in Bezug auf die Landschaftsplanerarbeitung gerne zur Verfügung (werktags immer vormittags von 8:00 - 12:30 Uhr, Tel.: 0571/807-23350, Email: s.jeworutzki@minden-luebbecke.de).